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Digital Leadership hautnah (4) – Der Digital Leader als Coach und Brandlöscher

Was braucht es, um eine gute Führungskraft im Digitalzeitalter zu sein? Auf diese Frage gibt es keine Standardantworten. Jede Führungskraft muss ihren eigenen Weg finden. Dabei kann sie sich an denen orientieren, die den Sprung vom Leader zum Digital Leader geschafft haben. So wie Jan. Was macht so ein Digital Leader überhaupt? Um diese Frage genauer zu beantworten, begleiten wir Jan, einen typischen Digital Leader, in einer typischen Arbeitswoche. Heute ist Donnerstag, Teil 4 unserer Story Digital Leadership hautnah.

Auf seiner Agenda steht ein Gespräch mit einem Mitarbeiter, der stark belastet ist.

Als Jan kurz nach neun ins Büro kommt, fühlt er sich ausgeruht. Das ist auch wichtig. Denn er braucht seine Kraft für das anstehende Krisengespräch. Der Betroffene, Kollege Jens, ist nicht nur fachlich ein Fels in der Brandung. Auch menschlich sind sich die Männer nähergekommen. Bei einem Team-Building Event haben sie die ihre Leidenschaft fürs Rafting entdeckt und noch so manches weitere gemeinsame Thema angeschnitten.

Jan und Jens sehen sich daher längst nicht mehr nur als Kollegen. Das ist auch gut. Denn in dem anstehenden Feedbackgespräch wird es um Jens‘ Überlastung gehen – das setzt Offenheit und gegenseitiges Vertrauen voraus.

Bei Jans und Jens Arbeitgeber ist Vertrauensarbeitszeit angesagt. Gearbeitet wird nicht nach Stunden, sondern nach Zielen, die in einer bestimmten Zeit erreicht werden sollen. Auch kann jeder remote arbeiten. Im Home Office also.

Die Freiheiten der New Work Ära haben auch Kehrseiten

Allerdings haben diese Freiheiten auch ihre Kehrseiten, wie Jens‘ Beispiel zeigt. Der Zugriff auf das Firmensystem ist für Kollegen wie ihn rund um die Uhr freigeschaltet. Für andere ist nach 20 Uhr Schluss. Der Arbeitgeber sorgt so dafür, dass seine Leute den Abend nutzen, um zu regenerieren.

Aber Jens ist Programmierer und gehört zu den Kreativarbeitern im Team. Und Ideen lassen sich nur schwer nach 20 Uhr abschalten. Für Kollegen wie Jens gibt es daher keine Zugangsbeschränkungen zum System – manche von ihnen sind abends oder nachts am kreativsten und wollen diese Phasen ausdrücklich für die Arbeit nutzen. Die freiwillig eingelegten Nachtschichten gleiten sie am Tag ab. Die meisten haben das gut im Griff. Jens nicht.

Führt Vertrauensarbeitszeit zum Burnout?

Jens kann nicht von der Arbeit lassen und hat in den letzten Wochen und Monaten rund um die Uhr gearbeitet. Nun machen sich erste Anzeichen der körperlichen Überlastung bemerkbar: Unkonzentriertheit, Gereiztheit, Herzrasen, unkontrollierte Schweißausbrüche. Er brennt für seine Themen, aber ist er bald ausgebrannt? Daher suchte er vor ein paar Tagen das Gespräch mit Jan, seinem Teamleiter.

Der hat sofort reagiert und ein Gespräch arrangiert. Nicht nur, weil er als Teamleiter im Rahmen seiner Führsorgepflicht dafür sorgen muss, dass es seinen Mitarbeitern gut geht. Er will es auch aus persönlichen Gründen. Denn Jens ist ihm inzwischen als guter Freund sehr ans Herz gewachsen.

Außerdem erkennt Jan, dass er einen Anteil an Jens‘ Zustand hat. Wenn ein Kollege wie Jens auf dem Zahnfleisch geht, hat er als Digital Leader Zeichen der Überlastung entweder nicht erkannt. Das ist ein Signal Jan, der seine Rolle als Coach seiner Mitarbeiter sehr ernst nehmen will, dass er genauer hinschauen muss, wie es seinen Leuten geht.

Ziele erreichbar gestalten

Nun geht’s aber erstmal in das One-to-One mit Jens. Gemeinsam besprechen sie, wie es Jens schaffen kann, aus der Tretmühle herauszukommen. Dazu nehmen sie sich die vereinbarten Ziele vor. Offensichtlich waren diese überdimensioniert. Sie legen realistischere Zeiträume zur Zielerreichung fest und fangen an zu streichen.

Jan ist klar geworden: Was Jens in die Situation gebracht hat, ist nicht nur dessen unermüdlicher Eifer. Fehlerhaft ist auch das System dahinter. Weil Jens seine Ziele von Anfang an immer übererfüllte, nahmen sie mit der Zeit zu. Scheinbar war der Kollege nicht ausgelastet und konnte mehr bewältigen. Jan hätte früher erkennen müssen, dass das nicht so weitergehen kann.


IPA INSTITUTSBRIEF – bleiben Sie auf dem Laufenden!

Sie wollen mehr Infos zum Thema Digital Leadership und immer auf dem Laufenden bleiben? In den IPA Institutsbriefen, z.B. Digitale Strategien gibt es  hier mehr Infos.


Mitarbeiter wie Jens müssen lernen, mit Freiheiten umzugehen

Sich Selbstvorwürfe zu machen, wird in der aktuellen Situation aber keinen der Männer weiterbringen. Statt sich von Schuldgefühlen lähmen lassen, will Jan seine Energie positiv nutzen und Lösungen finden, damit es Jens besser geht.

Daher bespricht Jan mit seinem Kollegen, welche seiner Aufgaben an andere Teammitglieder delegiert werden können. Auch holt er sich Feedback über seine Rolle als Führungskraft ein: Was wünscht sich Jens von Jan? Hat sich Jens von Jan unter Druck gesetzt gefühlt, mehr und mehr liefern zu müssen?

Coaching für den Digital Leader

Das Gespräch hat den ganzen Vormittag gedauert. So fertig hat Jan seinen Freund Jens noch nie gesehen. In seinem Kopf feuern die Fragen: Was hat er richtig gemacht? Was war falsch? An welchen Stellen hätte ihm früher klar werden müssen, dass es Jens schlecht geht? Was hat ihn daran gehindert, genauer hinzusehen? Geht es vielleicht anderen Kollegen im Team wie Jens?

Nach einer kurzen Auszeit in der Kaffeeküche geht Jan zur Personalabteilung. Er will sich bei der Klärung dieser Fragen Unterstützung holen. Wenn er ein gesundes Team führen will, muss sich etwas ändern.

Aufbau und Inhalt des Coachings

Mit dem zuständigen HR Business-Partner spricht Jan über ein passendes Vorgesetzten-Coaching. An ihn wird es hohe mentale Anforderungen stellen – immerhin steht nichts Geringeres als die eigene Persönlichkeit zur Debatte. Coaching ist ein von beiden Seiten bewusst gestalteter Entwicklungsprozess. Am Ende wird es Jan in die Lage versetzen, den einzelnen Mitarbeiter dabei zu unterstützten, seine Aufgaben gezielter und besser zu erledigen – im Einklang mit der eigenen Work Life Balance. Nach dreißig Minuten verlässt Jan das Büro des HR Business Partners mit dem guten Gefühl, alles in die Wege geleitet zu haben.

Die letzten Stunden haben seine ganze Kraft beansprucht. Daher beschließt Jan, sich in den nächsten Stunden seiner Freizeit zu widmen. Der Sohnemann hat gleich ein wichtiges Spiel mit seiner Fußballmannschaft. Das wird eine schöne Überraschung, wenn der Papa spontan auftaucht. Jan wird sich am Abend nochmal von zuhause ins Firmensystem einloggen, wenn er wieder einen freien Kopf hat. Aber sicher nicht die ganze Nacht.


Sie haben die  Artikel 1-3 aus der  Serie Digital Leadership hautnah verpasst?

Lesen Sie in Teil 1 „Was zum Teufel macht ein Digital Leader?“,  Teil 2 „Wie zum Teufel kommuniziert ein Digital Leader?“ und in Teil 3  finden Sie alles rund um das Digital Recruiting von Talenten. 

 

Mein Tag auf dem „Digital Leadership Summit“ dls#4- ein Blick aus der Moderatorenbrille

Zukunftsgestalter und Innovatoren geben Praxiserfahrungen für die digitale Arbeitswelt – dazu pilgern einmal im Jahr Entscheider und Macher nach Köln zum Digital Leadership Summit.

Die heißeste Digitalkonferenz des Jahres

„Es wird heute heiß hergehen“, versprachen wir, Ursula und Joachim Vranken – Veranstalter und Geschwister zugleich, den Besuchern, zu Beginn des vierten Digital Leadership Summit. Damit meinten wir natürlich nicht nur die sommerlichen Temperaturen in der Kölner Trinitatiskirche, sondern die lebendigen und hoffentlich auch kontroversen Diskussionen rund um die digitale Transformation und deren Auswirkungen auf die Arbeitswelt.

Deutsche verharren im Status Quo

Das Verhältnis der Deutschen nämlich dazu bezeichnet Joachim mit dem „Beziehungsstatus: kompliziert“ und schiebt in seiner Eröffnungsrede gleich hinterher: Nach wie vor gibt es noch eine große Diskrepanz zwischen der Erkenntnis, dass die Digitalisierung notwendig ist und dem Verharren in bestehenden Strukturen, Hierarchien und Anreizsystemen in deutschen Unternehmen. #digitaleTransformation

Start-ups und Weltmarktführer auf der Stage

Ich hatte das Vergnügen den Tag auf der Mainstage des Digital Leadership Summit zu moderieren. Letzteres zu erwähnen wäre überflüssig, wenn wir nicht dieses Jahr zum ersten Mal eine weitere Bühne mit 12 Pitches von Start-ups aus der HR-Tech Szene in der Kirche untergebracht hätten – gleich neben der eindrucksvollen Orgel.

Die Moderationsaufgabe, bei Temperaturen von 35 Grad+ war in der Tat „heiß“. Denn vor der LED Wand, die ansonsten tolle Bilder von den Vorträgen unserer Speaker produziert, fühlte es sich ein wenig an wie unter dem Heizkissen. Aber Spaß beiseite, es ist eine wirklich tolle Aufgabe, wenn man das ganze Jahr geplant, mit Speakern gesprochen und dem Tag entgegen gefiebert hat und plötzlich da oben steht und im wahrsten Sinne des Wortes „seine eigene Suppe ausbaden“ muss (darf).

Theorie trifft also Praxis

und es stellt sich vorher immer die Frage, ob unsere bundesweit angereisten knapp 300 Gäste mit unserer Auswahl zufrieden sein werden und einen Mehrwert mit nach Hause nehmen. Also stimmt die UX? #agilität #kundennutzen

Springen wir nun aber in den Tag:

IKEA

Wie wir aus dem von Joachim beschriebenen Dilemma herauskommen, wusste Claudia Willvonseder, Marketingexpertin und heute VP IKEA Schweiz, in Ihrer Keynote zu beantworten. „Wir müssen lernen zu Entlernen“ und wir brauchen ein Ziel, einen Kompass, sie nennt es einen „Purpose“ für die Transformation. Da die Revolution im Handel auch nicht vor IKEA stehen bleibt, braucht es motivierte Menschen, aber auch Daten um die Effektivität zu steigern. Sie machte den Teilnehmern Mut mit Hilfe von digitalen Tools den Kunden noch besser zu verstehen und damit das Kundenerlebnis zu verbessern.

Claudia versteht es auf wunderbare Weise sehr unaufgeregt, dafür aber um so nachhaltiger zu erklären, warum Wandel und Purpose zwei Seiten einer Medaille sind. #purpose

e.GO Digital

Daran schloss sich Dr. Casimir Ortlieb an, der die Mobilität neu denken will und forderte: „Legen Sie den Fokus radikal auf den Anwendernutzen, wenn Sie innovativ sein wollen“. Der Geschäftsführer der Aachener Firma E.go Digital, stellte fest: „ Die rasante Zunahme der Komplexität führt dazu, dass sich Menschen immer mehr nach Vereinfachung sehnen“. Das ist für Ihn und sein Team der Grund nach smarten Apps und Anwendungen zu suchen, die uns in Zukunft das Leben und Bewegen in der Stadt einfach machen.

Wenn ich mir eins bereits während seines Vortrages vorgenommen habe: ich werde Casimir in Aachen besuchen und sehen, wie er dort mit seinem „Chef“ Prof. Schuh die vielen großartigen Ideen umsetzt- getreu seines Themas „simplification as a service“.

Fond of

„Einfach machen“, so könnte man auch das Leitbild von Sven Pink, dem Mitgründer der Kölner Firma „Fond of“ bezeichnen, die innerhalb der letzten 10 Jahren von 3 auf 250 Mitarbeitern gewachsen ist und mit 70 Millionen Umsatz weltweit schon nicht mehr als Start up gelten will. Sven sagt heute „ich habe ein humanistisches Menschenbild und glaube grundsätzlich, dass alle Mitarbeiter motiviert sind.“ Authentisch und überzeugend erklärte er den anwesenden Digitalexperten warum sein Unternehmen heute eine Plattform für Potentialentwicklung ist und sich Profit und gutes #PeopleManagement nicht ausschließen.

Ehrlich gesagt, sind solche Worte aus dem Munde eines Unternehmers für eine studierte Pädagogin wie mich, natürlich Honig auf meine Seele.

 Sven Pink

Salesforce

Auch Petra Jenner, die ehemalige Microsoft Chefin Schweiz und heutige Leiterin der Commercial Business Unit Zentraleuropa bei Salesforce, rief dazu auf veraltete Strukturen zu verlassen und nachhaltige digitale Strategien aufzubauen. Dabei war ihr aber auch wichtig zu betonen, „der #Mittelstand ist viel besser als sein Ruf in Sachen Digitalisierung“ und warnte zugleich: mit schlechten Daten und alter IT werden die Unternehmen es nicht schaffen.

Wer mag Petra da widersprechen? Mein Erfahrungsschatz aus unseren Projekten bestätigt zumindest, dass da noch viel Renovierungsarbeit offen ist.


Joachim Vranken, Claudia Willvonseder, Casimir Ortlieb,
Petra Jenner, Ursula Vranken

Telekom- Führungskräfte als Rollenmodell

Wie wichtig Führungskräfte als Rollenmodell und Schrittmacher für den digitalen Wandel sind brachte, Christina Schulte-Kutsch von der Telekom auf den Punkt. Mit dem vorwiegend virtuellen Trainingsprogramm „level up“ werden hier die Telekom Manager in Sachen Digital Leadership auf den neuesten Stand gebracht und von den 6 Prinzipien der Agilität geleitet.

Es ist schon beeindruckend wie konsequent die Telekom den Weg gehen will und Christina und sowie Reza Moussavian, der auf dem dls#3 sprach, zeigen, wie man mit mutigen Ideen auch große Tanker bewegen kann.

Hypoport- Alles agil oder was?

Apropo Agilität, da sprechen wir über den lebendigen und augenzwinkernden Vortrag von Björn Schneider von der Hypoport. Er machte gleich zu Beginn deutlich, dass er nicht nur die einschlägigen Buzzwords kennt, sondern auch die betriebliche Praxis. Da sieht es nämlich trotzt aller Verheißungen von New Work und #Holokratie oft etwas nüchterner aus. Und gerade das hindert ihn nicht die Instrumente auszuprobieren und macht ihn damit zu einem spannenden Gesprächspartner.

Björn Schneider und Christina Schulte Kutsch

Eventbrite- Digital Natives und die Missverständnisse

Digitalisierung einführen- dieses Problem hat die Ticketing- und Eventplattform Eventbrite wahrlich nicht, denn die DNA des Unternehmens ist digital. Vielmehr geht es hier darum die Digital Natives an die Business Welt heranzuführen, die eben auch nach Kennzahlen und Effizienz ruft, aber dennoch den Wunsch nach Freiheit und Tatendrang der GenY und Z fördern will. Das dies nicht immer einfach ist, wusste die Deutschland Geschäftsführerin Annett Polaszewski-Plath zu berichten und erhielt so manchen schmunzelnden Blick aus dem Publikum während ihres Erfahrungsberichts – auch und gerade von den vor 1980 Geborenen.

 

Bosch- Wow für Misses WOL

Mit der Vorstellung des Working Out Loud Konzeptes, welches für die Boschgroup inzwischen als zentrale Baustein und Vernetzungstool geworden ist, sorgte Katharina Krentz im dritten Track des Tages für Aufhorchen. #WOL steht für eine transparente, offene Zusammenarbeit im Netzwerk – um einerseits Mehrwert für einen selbst und gleichzeitig für das gesamte Netzwerk zu schaffen. Vernetzen digital oder virtuell davon profitiert auch das Unternehmen, denn so „Frau WOL“ alias Katharina Krentz, entsteht Lernagilität und das lebenslange Lernen gelingt damit den Bosch Mitarbeitern aller Unternehmensebenen ganz leicht. Mehr dazu

Da ich Katha schon öfter auf der Bühne gesehen habe und Dich auch interviewen durfte, darf ich mir die Bemerkung erlauben: Katharina Du wirst immer besser, bist inspirierend und überzeugst selbst die härtesten Pessimisten!

 Katharina Krentz

Innovation Stage -HR Tech Start-ups

Spätestens in der abschließenden Diskussion mit den Gründern der teilnehmenden HR Tech Start-ups, wurde klar, dass Technologie auch im Personalmanagement eine immer größere Rolle spielt. Mit Machine Learning und schlauen #Algorithmen nämlich werden heutzutage die raren digitalen Talente für die Unternehmen gesucht und gefunden. Auch wenn Kollege Roboter die Vorarbeit bei der Auswahl leisten soll, so war man sich beim DLS sicher, sollte der Team- und Cultural-Fit aber weiterhin von den Menschen gestaltet werden.

Das ist die gute Nachricht für alle HR’ler, aber das HR in Sachen Technik noch was tun kann, ist an der Stelle nur neben bei gesagt. Während der Mittagspause hatte ich natürlich ein wenig Zeit mich auf der Innovation Stage um zusehen und war begeistert von der quirligen Stimmung und nahm das auch gerne zum Anlass unsere Gäste vor der Mainstage nach oben zu „jagen“ (…so ist das mit der Selbst- Kanibalisierung). Gut, bei den Temperaturen war viele Bewegung eher schwierig, aber ich hörte von vielen guten Gesprächen im ersten OG, die bestimmt auch was mit der tollen Moderation von Maren Böger zu tun hatte.

 

 Ziel erreicht? UX gelungen?

Dies mögen unsere Gäste entscheiden. Wir haben uns bemüht einen breiten Überblick zu geben von der Metaperspektive auf die Digitalisierung (Digital Organization) über die konkrete Führungsaufgabe (Digital Leadership) bis hin zum Talentmanagement (Digital Talent). Kein einfaches unterfangen, aber Digital Leadership, welches eben nicht nur kompliziert, sondern auch komplex ist, hat viele Facetten: nicht schwarz, nicht weiß, nicht nur so oder so, sondern bunt, vielfältig und ist (noch) ein Experimentierfeld.

 

Ich hoffe wir konnten auf dem dls#4 damit wieder zeigen, dass Digitalisierung keine Frage von Bits & Bytes, sondern von gutem People Management ist.

Mich persönlich haben die vielen Vorträge, Pausengespräche und Diskussionen sehr inspiriert, aber auch an mancher Stelle nachdenklich gemacht.

Wir kommen wieder Digital Leadership Summit #5

Ich danke allen die dabei waren, als Zuschauer, Speaker, Gäste, Helfer, Fotograf Techniker, Pressevertreter, Organisatoren Ihr wart wunderbar, es hat Spaß gemacht und ich verspreche Euch, wir starten jetzt gleich mit den Ideen für den dls#5 am 18.6.2020 in neuer Location.

 

 

digital Recruiting

Digital Leadership hautnah (3) – Digital Recruiting: Was ist das?

Digital Leadership – was heißt das überhaupt? Wie sieht Digital Leadership in der Praxis aus? Was macht ein Digital Leader eigentlich (anders)? Diese Fragen werden uns immer wieder gestellt und um das genauer zu beantworten begleiten wir Jan, einen typischen Digital Leader, in unserer Serie – Digital Leadership hautnah- in einer Arbeitswoche. Lernen Sie mit uns seinen spannenden Alltag als Digital Leader kennen. Nach Teil 1 „Was zum Teufel macht ein Digital Leader?“ und Teil 2 „Wie zum Teufel kommuniziert ein Digital Leader?“ geht es heute um Digital Recruiting. Weiterlesen

Digitaler Change

Digitaler Change: Abgehängt und rausgeschmissen – so bitte nicht!

Nicht jeder ist ein sogenannter Digital Native und hat das „Digitale“ mit der Muttermilch aufgesogen. Im Gegenteil. Viele Mitarbeiter sind noch nicht im digitalen Arbeitsalltag angekommen und fühlen sich überrollt von den neuen Anforderungen. Grund dafür: schlechtes oder gar kein Change Management. Lesen Sie hier das Praxisbeispiel von Hannelore. Weiterlesen

digital Leader

Digital Leadership hautnah – wie zum Teufel kommuniziert ein Digital Leader? (Teil 2)

Digital Leadership – was heißt das überhaupt? Um diese Frage genauer zu beantworten, begleiten wir Jan, einen typischen Digital Leader, in einer typischen Arbeitswoche. Es ist ein Montagmorgen, an dem wir dem Digital Leader Jan über die Schulter blicken. Er beginnt den Tag mit einem Daily-Stand-Up-Meeting mit seinem Team. Früher gab es diesen regelmäßigen Austausch nicht, heute ist er Gang und Gäbe. Und noch so manch anderes hat sich in Sachen Kommunikation verändert. Weiterlesen

Top Themen für Digital Leader – Dr. Carsten Linz (SAP) gibt Antworten

Was sind die Top Themen und wichtigsten Aufgaben für Digital Leader im Jahr 2019? Wir sprachen wir mit Dr. Carsten Linz (SAP), einer der Speaker auf dem Digital Leadership Summit #3, 

Carsten, welche Top Themen und Aufgaben siehst Du für Digital Leader im Jahr 2019?

Um Organisationen in das intelligente Zeitalter zu transportieren, brauchen wir ein neues Führungsverständnis, das folgende drei Welten integriert:
▪ die Humane Welt,
▪ die Physische Welt und
▪ die Digitale Maschinen Welt.

Ging es im Zeitalter der Industrialisierung noch um die richtige Balance zwischen menschlicher Arbeit und physischer Automatisierung steht im digitalen Zeitalter die Integration von physischen und digitalen Gütern im Mittelpunkt. So lässt sich z.B. mittels eines digitalen Zwillings ein physischer Gegenstand wie eine Maschine oder ein Werkzeug digital entwickeln, die Fertigung kann digital geplant und aus den Betriebsdaten können digital die Gewinner-Muster extrahiert werden. Auch Jeff Bezos Akquisitionen zweier analog-physischer Unternehmen, nämlich der Washington Post und Whole Foods, hatten zum Ziel, diese mit seinem digitalen Imperium zu kombinieren.
Schließlich gilt es im sich gerade manifestierenden intelligenten Zeitalter, die Intelligenz von digitalen Maschinen mit der Humanen „Intelligenz“ zu integrieren. Aus meiner Sicht werden dabei die originären humanen Kompetenzen bislang unterbewertet, wie Empathie, Emotionale Intelligenz, echte Kreativität, effektives Networking und letztendlich Coaching und Führung.

In der richtigen Kombination der drei Welten können nicht nur neue, hochspannende Aufgabenprofile entstehen, sondern auch Wachstum durch innovationsgeleitete Transformationen und neue Geschäftsmodelle erreicht werden.

Was müssen Digital Leader 2019 tun, um Talente zu entwickeln?

Führung wird noch anspruchsvoller. Digital Leader müssen eine holistische Transformation vorantreiben, d.h. Führung legitimiert sich, wenn sie unternehmerisch, digital-versiert und transformativ ist und auf einem moralischen und ethischen Fundament basiert. Führung heute heißt „Co-Creating the Future“, also die Zukunft gemeinsam zu ge- stalten. Gute Führung bemisst sich deshalb nicht mehr in der Anzahl an Followern, sondern fragt, wie viele gute Führungskräfte wiederum entwickelt wurden. Derzeit wird in
vielen Organisationen die Lücke zwischen dem heutigen und dem Führungsverständnis für das intelligente Zeitalter noch unterschätzt. Diese Lücke zu schließen, kann deshalb eine doppelte Hebelwirkung entfalten.

Warum sollte man am 26.6.2019 zum Digital Leadership Summit, dls#4 kommen?

Digitale Transformation wurde lange Zeit nur als Technologiethema angesehen, dann endlich als Business-Thema erkannt. Digitale Technologien sind ja nur ein Mittel zum Zweck und müssen zum integralen Bestandteil der Wertschöpfungsarchitektur jedes Unternehmens werden. Letztlich handelt es sich um eine Führungsfragestellung und zwar um die zentrale Frage, wer uns wie gut in das intelligente Zeitalter bringt.

Deshalb freut es mich, dass der Digital Leadership Summit aus der Vielzahl an Digitalkonferenzen mit einem eigenen Profil herausragt. In Köln treten jedes Jahr die hochkarätigen Experten zu den Führungsaspekten der digitalen Transformation auf, um mit einem kompetenten Publikum in Dialog zu treten.
Ich freue mich auf den dls#4!

Danke Carsten für das Gespräch.

Weitere spannende  Interviews zum Thema Digitale Strategie mit Marc Wagner; Detecon International, Managing Partner, Sven Semet (IBM) und Johannes Ceh finden Sie im IPA Institutsbrief – hier zum geht es zum kostenlosen Download. 

Mehr erfahren, was die neusten Trends und Methoden rund um Digital Leadership sind? Dann den 26.6.2019  vormerken. Das Programm und alle Speaker zum Digital Leadership Summit gibt es hier.

digital leadership

Digital Leadership hautnah – was zum Teufel macht ein Digital Leader? (Teil 1)

Digital Leadership – was heißt das überhaupt? Wie sieht Digital Leadership in der Praxis aus? Was macht ein Digital Leader eigentlich (anders)? Diese Fragen werden uns immer wieder gestellt und um das genauer zu beantworten begleiten wir Jan, einen typischen Digital Leader, in einer kleinen Serie in einer Arbeitswoche. Lernen Sie mit uns seinen spannenden Alltag als Digital Leader kennen. Weiterlesen

Digital Leadership: 7 Kompetenzen, die Führungksräfte beherrschen sollten

Digital Leadership heißt, dass die Anforderungen an Führungskräfte im digitalen Zeitalter eher noch ansteigen werden. Das Tempo  der gesellschaftlichen und ökonomischen Entwicklungen ist enorm und es bleibt kaum Zeit für entschleunigtes Lernen und Persönlichkeitsentwicklung. Oftmals gilt: jeder muss alles können und das am besten jetzt und sofort.

Turbo Karriere und Turbo Führung, immer schneller immer weiter? Kann das gut gehen und was muss ich wirklich in Zukunft können, fragen sich viele Führungskräfte.

Was macht eigentlich Digital Leadership aus?


Digital Leadership hautnah -was zum Teufel macht ein Digital Leader?

Lesen Sie  in unsere Story von Jan, wie eine Führungskraft heue agieren muss und begleiten unseren Protagonisten  Jan durch seine Arbeitswoche.


Hier sind die 7 Kernkompetenzen, die der Digital Leader beherrschen sollte:

Fach- und Branchenkenntnisse sind unerlässlich – nur wer das Business und seine Gesetzmäßigkeiten versteht, versteht auch seine Mitarbeiter.

Technik- und Social Media Kompetenz sowie den Willen, die digitale Transformation im eigenen Unternehmen und im eigenen Bereich umzusetzen (Prozesse und Systeme). Nicht jeder muss „Techi“ werden, aber wer die digitalen Methoden und Medien nicht kennt, wird auch das eigene Geschäft nicht vorantreiben können.

Vernetztes Denken und Handeln ist in Zukunft noch wichtiger als je zuvor. Disruptive Entwicklungen des digitalen Wandels lassen sich nicht mehr mit linearen Methoden und Lösungen bewältigen. Führungskräfte müssen nach sinnvollen Eingriffsmöglichkeiten und Steuerhebeln suchen und ganzheitliche Systemverbesserungen mit ihren Teams vorantreiben. Durch die digitalen Kommunikationsmöglichkeiten erweitert sich das eigene Netzwerk, der Kreis der Peers und der Kontaktpersonen. Das vorhandene Wissen muss sinnvoll miteinander verknüpft und zu neuen Lösungen zusammengefügt werden.

Metakommunikation bedeutet Sachverhalte, Vorgänge und Probleme auf eine höhere Ebene der Betrachtung zu ziehen – quasi aus der Helikopter-Perspektive zu schauen. Besonders wichtig ist diese Fähigkeit in der Kommunikation mit Mitarbeitern. Diese müssen in einer beschleunigten, digitalen Welt von Führungskräften gecoacht werden und Bedeutungszusammenhänge aufgezeigt bekommen.

Change Management ist eine Daueraufgabe des Digital Leader. Dazu gehört die ständige Optimierung der Arbeitsabläufe und -ressourcen genauso wie die Einführung neuer IT-Systeme. Auch muss er die Change Fähigkeiten seiner Mitarbeiter ständig fordern und fördern und sie selbst zu Change Agenten ausbilden. .

Innovationskraft, neue Wege suchen und gehen in einer zunehmend virtuellen Welt gehört für den Digital Leader zur Selbstverständlichkeit. Er entwickelt Visionen, erkennt langfristige Optionen und geht mit kreativen Ideen und interdisziplinären Ansätzen an die Probleme von morgen heran. Er weiß, dass die Crowd, das Netzwerk, die nationalen und internationalen Partner, Kunden und Mitarbeiter wichtige Beiträge dazu liefern und dirigiert virtuos sein Team.

Identitätsstiftung, Inspiration und Partizipation. Menschen arbeiten für Menschen, nicht für Organisationen. Mitarbeiter folgen Führungskräften, die es verstehen mit der eigenen Begeisterung und Leidenschaft andere zu Höchstleistungen anzuspornen. Gerade die junge Generation erwartet Sinn und Beteiligung. Als Coach regt der Digital Leader die Schwarmintelligenz an und verhilft dem Team durch die Gewährung von Freiräumen zu besseren Ergebnissen. Intensives Feedback zu geben, individuelle Wertschätzung zu zeigen und eine systematische Personalentwicklung umzusetzen sind für den Digital Leader selbstverständlich.

 


Generell gilt: Lassen Sie Sie nicht verrückt machen. Führung war nie einfach! Aber gute Führung ist erlernbar, wenn man weiß worauf es ankommt.

Das richtige Training und Coaching- die Ausbildung zum Digital Leader finden Sie hier

 


Konkrete Fragen und Anliegen rund um das Thema digitale Transormation & Führung beantworten wir natürlich gerne persönlich: wir sind Ihr Partner for  People Management! Schreiben Sie uns.


 

Top Themen für Digital Leader 2019 – Marc Wagner (Detecon) gibt Antworten

Was sind die wichtigsten Aufgaben für Digital Leader im Jahr 2019?
Wir haben wir für Sie mit den Top Experten aus Industrie und Wirtschaft gesprochen.  Neben Sven Semet (IBM), Johannes Ceh (JC), Dr. Carsten Linz (SAP), einer der Speaker auf dem Digital Leadership Summit #3, sprachen wir auch mit Marc Wagner; Detecon International, Managing Partner, Member of the International Management Team.

 

Marc, welche Top Themen und Aufgaben siehst Du für Digital Leader im Jahr 2019?
Erst einmal ist aus meiner Sicht das Thema „Leadership“ das zentrale Thema für Organisationen, die sich auf das digitale Zeitalter ausrichten. Die Anforderungen an Führung verändern sich radikal und erfordern vielfach, dass sich etablierte Führungskräfte neu erfinden müssen. Und dabei spreche ich nicht nur davon, dass hierarchische Strukturen zunehmend an Bedeutung verlieren und Führungskräfte lernen müssen loszulassen und Mitarbeiter zu coachen bzw. deren Entwicklung zu begleiten. Leader müssen vielmehr Mitarbeitern eine klare Vision und Guidance in einer immer komplexeren Welt vermitteln, die Angst vor Veränderung nehmen, Motivation und Lust am Lernen erzeugen und dabei gleichzeitig Fokus auf Exekution auf Kundenorientierung legen. Die Ansprüche an Digital Leader steigen also massiv.

 

Wie können Unternehmenslenker von dem Ansatz „Company Rebuilding“ profitieren?
Worum geht es bei Company Rebuilding? Es geht zum einen darum die bestehenden Stärken und Erfahrungen des Unternehmens zu nutzen und als Wettbewerbsvorteil gerade auch gegenüber StartUps zu verstehen. Und zum anderen auf dieser Basis neue, anpassungsfähige und innovative Strukturen hervorzubringen. Wir setzen dabei auf dem Prinzip der Zellteilung auf. Beim Sizing der Zellen machen wir uns dabei das Prinzip der Dunbar Number zu Nutze – dies bedeutet, dass die Einheiten maximal 150-170 Personen groß werden. So bilden sich quasi aus der Mitte des Unternehmens heraus Netzwerke aus agilen Zellen, die auf Marktveränderungen schnell reagieren und transformationale Produkte hervorbringen können.

 

Welche Rolle spielt aus Deiner Sicht das Talentmanagement für erfolgreiche Unternehmen?
Die Aussage: „Talente machen den Unterschied“ galt noch nie so sehr wie heute. Nicht umsonst formuliert der CEO von Haier: „We are selling talent, not fridges.“ In Zeiten in denen Technologie nahezu frei verfügbar ist und Assets keine Markteintrittsbarrieren mehr darstellen, sind Talente die Grundlage für Erfolg bzw. Misserfolg von Unternehmen. Gelingt es Unternehmen nicht, Talente anzuziehen und insbesondere langfristig und nachhaltig im Unternehmen zu halten, ist der Niedergang quasi vorprogrammiert. Von daher kommt Talentmanagement eine zentrale Bedeutung in erfolgreichen Unternehmen zu und muss ein Umfeld schaffen, das es Talenten ermöglicht, Ihre Potenziale optimal freizusetzen.

 

Die  weiteren Interviews mit Sven Semet, Johannes Ceh und Dr. Carsten Linz finden Sie im IPA Institutsbrief – hier zum geht es zum kostenlosen Download. 

Mehr erfahren, was die neusten Trends und Methoden rund um Digital Leadership sind? Dann den 26.6.2019  vormerken. Das Programm und alle Speaker zum Digital Leadership Summit gibt es hier.

New Leadership – Führen in der digitalen Welt

Eine ganze Ausgabe widmet das Magazin von t3n Digital Pioneers   dem Thema New Leadership. Neben bekannten Köpfen wie Janina Kugel, Siemens Vorständin, Fritjof Bergmann, geistiger Vater von New Work und vielen anderen hochkarätigen Experten, wurde auch IPA- Gründerin & Geschäftsführerin Ursula Vranken, um ein paar Gedanken zum Thema Leadership gefragt.

Das Heft lohnt sich zu lesen, eine geballte Ladung Know How für Führungskräfte, Personaler, Coaches und Mitarbeiter.

 

Die neusten #Leadership Konzepte werden auf dem vierten Digital Leadership Summit vorgestellt. Hören und sehen Sie, was Ikea, WeWork, Eventbrite, Salesforce uvm. zu berichten haben.