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Digital Leadership hautnah – wie zum Teufel kommuniziert ein Digital Leader? (Teil 2)

Digital Leadership – was heißt das überhaupt? Um diese Frage genauer zu beantworten, begleiten wir Jan, einen typischen Digital Leader, in einer typischen Arbeitswoche. Es ist ein Montagmorgen, an dem wir dem Digital Leader Jan über die Schulter blicken. Er beginnt den Tag mit einem Daily-Stand-Up-Meeting mit seinem Team. Früher gab es diesen regelmäßigen Austausch nicht, heute ist er Gang und Gäbe. Und noch so manch anderes hat sich in Sachen Kommunikation verändert. Weiterlesen

Top Themen für Digital Leader – Dr. Carsten Linz (SAP) gibt Antworten

Was sind die Top Themen und wichtigsten Aufgaben für Digital Leader im Jahr 2019? Wir sprachen wir mit Dr. Carsten Linz (SAP), einer der Speaker auf dem Digital Leadership Summit #3, 

Carsten, welche Top Themen und Aufgaben siehst Du für Digital Leader im Jahr 2019?

Um Organisationen in das intelligente Zeitalter zu transportieren, brauchen wir ein neues Führungsverständnis, das folgende drei Welten integriert:
▪ die Humane Welt,
▪ die Physische Welt und
▪ die Digitale Maschinen Welt.

Ging es im Zeitalter der Industrialisierung noch um die richtige Balance zwischen menschlicher Arbeit und physischer Automatisierung steht im digitalen Zeitalter die Integration von physischen und digitalen Gütern im Mittelpunkt. So lässt sich z.B. mittels eines digitalen Zwillings ein physischer Gegenstand wie eine Maschine oder ein Werkzeug digital entwickeln, die Fertigung kann digital geplant und aus den Betriebsdaten können digital die Gewinner-Muster extrahiert werden. Auch Jeff Bezos Akquisitionen zweier analog-physischer Unternehmen, nämlich der Washington Post und Whole Foods, hatten zum Ziel, diese mit seinem digitalen Imperium zu kombinieren.
Schließlich gilt es im sich gerade manifestierenden intelligenten Zeitalter, die Intelligenz von digitalen Maschinen mit der Humanen „Intelligenz“ zu integrieren. Aus meiner Sicht werden dabei die originären humanen Kompetenzen bislang unterbewertet, wie Empathie, Emotionale Intelligenz, echte Kreativität, effektives Networking und letztendlich Coaching und Führung.

In der richtigen Kombination der drei Welten können nicht nur neue, hochspannende Aufgabenprofile entstehen, sondern auch Wachstum durch innovationsgeleitete Transformationen und neue Geschäftsmodelle erreicht werden.

Was müssen Digital Leader 2019 tun, um Talente zu entwickeln?

Führung wird noch anspruchsvoller. Digital Leader müssen eine holistische Transformation vorantreiben, d.h. Führung legitimiert sich, wenn sie unternehmerisch, digital-versiert und transformativ ist und auf einem moralischen und ethischen Fundament basiert. Führung heute heißt „Co-Creating the Future“, also die Zukunft gemeinsam zu ge- stalten. Gute Führung bemisst sich deshalb nicht mehr in der Anzahl an Followern, sondern fragt, wie viele gute Führungskräfte wiederum entwickelt wurden. Derzeit wird in
vielen Organisationen die Lücke zwischen dem heutigen und dem Führungsverständnis für das intelligente Zeitalter noch unterschätzt. Diese Lücke zu schließen, kann deshalb eine doppelte Hebelwirkung entfalten.

Warum sollte man am 26.6.2019 zum Digital Leadership Summit, dls#4 kommen?

Digitale Transformation wurde lange Zeit nur als Technologiethema angesehen, dann endlich als Business-Thema erkannt. Digitale Technologien sind ja nur ein Mittel zum Zweck und müssen zum integralen Bestandteil der Wertschöpfungsarchitektur jedes Unternehmens werden. Letztlich handelt es sich um eine Führungsfragestellung und zwar um die zentrale Frage, wer uns wie gut in das intelligente Zeitalter bringt.

Deshalb freut es mich, dass der Digital Leadership Summit aus der Vielzahl an Digitalkonferenzen mit einem eigenen Profil herausragt. In Köln treten jedes Jahr die hochkarätigen Experten zu den Führungsaspekten der digitalen Transformation auf, um mit einem kompetenten Publikum in Dialog zu treten.
Ich freue mich auf den dls#4!

Danke Carsten für das Gespräch.

Weitere spannende  Interviews zum Thema Digitale Strategie mit Marc Wagner; Detecon International, Managing Partner, Sven Semet (IBM) und Johannes Ceh finden Sie im IPA Institutsbrief – hier zum geht es zum kostenlosen Download. 

Mehr erfahren, was die neusten Trends und Methoden rund um Digital Leadership sind? Dann den 26.6.2019  vormerken. Das Programm und alle Speaker zum Digital Leadership Summit gibt es hier.

Digital Leadership hautnah – was zum Teufel macht ein Digital Leader? (Teil 1)

Digital Leadership – was heißt das überhaupt? Wie sieht Digital Leadership in der Praxis aus? Was macht ein Digital Leader eigentlich (anders)? Diese Fragen werden uns immer wieder gestellt und um das genauer zu beantworten begleiten wir Jan, einen typischen Digital Leader, in einer kleinen Serie in einer Arbeitswoche. Lernen Sie mit uns seinen spannenden Alltag als Digital Leader kennen. Weiterlesen

Top Themen für Digital Leader 2019 – Marc Wagner (Detecon) gibt Antworten

Was sind die wichtigsten Aufgaben für Digital Leader im Jahr 2019?
Wir haben wir für Sie mit den Top Experten aus Industrie und Wirtschaft gesprochen.  Neben Sven Semet (IBM), Johannes Ceh (JC), Dr. Carsten Linz (SAP), einer der Speaker auf dem Digital Leadership Summit #3, sprachen wir auch mit Marc Wagner; Detecon International, Managing Partner, Member of the International Management Team.

 

Marc, welche Top Themen und Aufgaben siehst Du für Digital Leader im Jahr 2019?
Erst einmal ist aus meiner Sicht das Thema „Leadership“ das zentrale Thema für Organisationen, die sich auf das digitale Zeitalter ausrichten. Die Anforderungen an Führung verändern sich radikal und erfordern vielfach, dass sich etablierte Führungskräfte neu erfinden müssen. Und dabei spreche ich nicht nur davon, dass hierarchische Strukturen zunehmend an Bedeutung verlieren und Führungskräfte lernen müssen loszulassen und Mitarbeiter zu coachen bzw. deren Entwicklung zu begleiten. Leader müssen vielmehr Mitarbeitern eine klare Vision und Guidance in einer immer komplexeren Welt vermitteln, die Angst vor Veränderung nehmen, Motivation und Lust am Lernen erzeugen und dabei gleichzeitig Fokus auf Exekution auf Kundenorientierung legen. Die Ansprüche an Digital Leader steigen also massiv.

 

Wie können Unternehmenslenker von dem Ansatz „Company Rebuilding“ profitieren?
Worum geht es bei Company Rebuilding? Es geht zum einen darum die bestehenden Stärken und Erfahrungen des Unternehmens zu nutzen und als Wettbewerbsvorteil gerade auch gegenüber StartUps zu verstehen. Und zum anderen auf dieser Basis neue, anpassungsfähige und innovative Strukturen hervorzubringen. Wir setzen dabei auf dem Prinzip der Zellteilung auf. Beim Sizing der Zellen machen wir uns dabei das Prinzip der Dunbar Number zu Nutze – dies bedeutet, dass die Einheiten maximal 150-170 Personen groß werden. So bilden sich quasi aus der Mitte des Unternehmens heraus Netzwerke aus agilen Zellen, die auf Marktveränderungen schnell reagieren und transformationale Produkte hervorbringen können.

 

Welche Rolle spielt aus Deiner Sicht das Talentmanagement für erfolgreiche Unternehmen?
Die Aussage: „Talente machen den Unterschied“ galt noch nie so sehr wie heute. Nicht umsonst formuliert der CEO von Haier: „We are selling talent, not fridges.“ In Zeiten in denen Technologie nahezu frei verfügbar ist und Assets keine Markteintrittsbarrieren mehr darstellen, sind Talente die Grundlage für Erfolg bzw. Misserfolg von Unternehmen. Gelingt es Unternehmen nicht, Talente anzuziehen und insbesondere langfristig und nachhaltig im Unternehmen zu halten, ist der Niedergang quasi vorprogrammiert. Von daher kommt Talentmanagement eine zentrale Bedeutung in erfolgreichen Unternehmen zu und muss ein Umfeld schaffen, das es Talenten ermöglicht, Ihre Potenziale optimal freizusetzen.

 

Die  weiteren Interviews mit Sven Semet, Johannes Ceh und Dr. Carsten Linz finden Sie im IPA Institutsbrief – hier zum geht es zum kostenlosen Download. 

Mehr erfahren, was die neusten Trends und Methoden rund um Digital Leadership sind? Dann den 26.6.2019  vormerken. Das Programm und alle Speaker zum Digital Leadership Summit gibt es hier.

New Leadership – Führen in der digitalen Welt

Eine ganze Ausgabe widmet das Magazin von t3n Digital Pioneers   dem Thema New Leadership. Neben bekannten Köpfen wie Janina Kugel, Siemens Vorständin, Fritjof Bergmann, geistiger Vater von New Work und vielen anderen hochkarätigen Experten, wurde auch IPA- Gründerin & Geschäftsführerin Ursula Vranken, um ein paar Gedanken zum Thema Leadership gefragt.

Das Heft lohnt sich zu lesen, eine geballte Ladung Know How für Führungskräfte, Personaler, Coaches und Mitarbeiter.

 

Die neusten #Leadership Konzepte werden auf dem vierten Digital Leadership Summit vorgestellt. Hören und sehen Sie, was Ikea, WeWork, Eventbrite, Salesforce uvm. zu berichten haben.

 

Digitale Strategie 2019 im IPA Institutsbrief

„Wir haben eine Euphorie mit politischen Festtagsreden … Ich mache mir nur Sorgen darüber, dass es dabei bleibt.“ So formulierte es Timotheus Höttges, CEO der Deutschen Telekom, auf dem Digital-Gipfel 2018. Damit es in Ihrem Unternehmen nicht beim Reden bleibt, haben wir mit den Top Experten gesprochen und nach den wichtigsten Aufgaben für Digital Leader im Jahr 2019 gefragt. Neben Sven Semet (IBM), Johannes Ceh und Marc Wagner (Detecon) sprachen wir auch mit Dr. Carsten Linz (SAP), einer der Speaker auf dem Digital Leadership Summit #3.

Lassen Sie sich inspirieren und lesen im kostenfreien und virensicheren Download den  IPA- Institutsbrief „Digitale Strategie“

 

Top Themen für Digital Leader 2019 – Felicitas von Kyaw gibt Antworten

Was sind die wichtigsten Aufgaben für Digital Leader im Jahr 2019? Wir haben wir für Sie mit den Top Experten aus Industrie und Wirtschaft gesprochen.  Diese Woche sprachen wir mit Felicitas von Kyaw, Vice President HR (BA Customers&Solutions), Vattenfall und Mitglied im BPM Präsidium, über die Top Herausforderungen und Aufgaben in 2019. Weitere Interviews gaben  Sven Semet (IBM), Johannes Ceh,  Marc Wagner (Detecon) und Dr. Carsten Linz (SAP).

1. Welche Top Themen und Aufgaben siehst Du für Digital Leader in 2019?

Grundsätzlich geht e darum, (Eigen-) Verantwortung, Selbststeuerung, Vertrauen, Experimentieren, Team, Vernetzung fördern. In einer zunehmend „exponentiellen“ Welt ist eine neue Art der Führung gefragt, eine die Sinn und Bedeutung vermittelt, Kultur und Werte aufzeigt, (rechtliche) Grenzen und Rahmenbedingungen setzt sowie Verantwortung überträgt.

2. Was müssen Digital Leader und HR 2019 tun, um Mitarbeiter noch mehr zu begeistern?

Führungskräfte sind als Vorbilder und Coaches gefragt. Führung muss sich verändern! Personalmanager/innen sollten in diesem Jahr ihre Führungskräfte aktiv darin unterstützen, am eigenen Rollenverständnis zu arbeiten. Das bedeutet: Führungskräfte kümmern sich wirklich um die Themen und Entwicklungschancen ihrer Mitarbeiter/innen. Ihnen muss es dabei gelingen, sich offen über kritische Themen mit den Mitarbeiter/innen auszutauschen, vorbildlich zu agieren, ihnen mehr Eigenverantwortung zuzugestehen sowie ihre Selbstorganisation und Netzwerkfähigkeit zu fördern. So haben wir es im BPM in den 10 Trends für 2019 formuliert

3. Warum sollte man beim Digital Leadership Summit – dls#4- am 26.6.2019 dabei sein?

#dls4 bietet Netzwerken & Austausch, Inspiration & Insights.

 

LINKS

Sie wollen mehr erfahren, was die neusten Trends und Methoden rund um Digital Leadership sind? Dann den 26.6. vormerken. Das Programm und alle Speaker zum Digital Leadership Summit gibt es hier.

Top Themen für Digital Leader 2019 – Sven Semet von IBM gibt Antworten

Was sind die wichtigsten Aufgaben für Digital Leader im Jahr 2019? Wir haben wir für Sie mit den Top Experten aus Industrie und Wirtschaft gesprochen.  Neben Sven Semet (IBM), Johannes Ceh (JC) und Marc Wagner (Detecon) sprachen wir auch mit Dr. Carsten Linz (SAP), einer der Speaker auf dem Digital Leadership Summit #3. 

Unsere Fragen an Sven Semet:

1. Welche Top Themen und Aufgaben siehst Du für Digital Leader im Jahr 2019?
Digital Leader müssen 2019 verstärkt datengestützt Entscheidungen treffen.Dabei bedarf es einer Architektur, wo welche Daten in welcher Aktualität und Qualität vorliegen und natürlich entsprechende Algorithmen in Anwendungen, um Entscheidungsvorlagen zu bekommen.

2. Was müssen Digital Leader & HR 2019 tun, um Talente zu finden und binden?
Heutige Talente wollen verstärkt einen klaren individuellen Entwicklungspfad und entsprechende Weiterbildungsmöglichkeiten. Außerdem muss der Job für Talente „Sinn“ machen und mit maximaler Flexibilität an Entscheidungsmöglichkeiten, frei wählbarem Arbeitsplatz und Arbeitszeit ausgestattet sein.

3. Warum sollte man beim DIGITAL LEADERSHIP SUMMIT dls#4 , am 26.6.2019 in Köln, dabei sein?
Beim dls#4 trifft man Vordenker und Digital Transformer, mit denen man sich exzellent austauschen kann. Sowohl im Rahmenprogramm als auch beim Networking kann man von den Erfahrungen anderer Unternehmen großartig lernen.

Sven Semet, HR Thought Leader Watson Talent & Member of IBM Corporate Service Corps , sprach bereits beim dls#2 über künstliche Intelligenz im Personalbereich.  Als HR Thought Leader ist es seine Aufgabe, Menschen an das Thema der künstlichen Intelligenz heranzuführen

 

Die  weiteren Interviews mit Marc Wagner (Detecon), Johannes Ceh und Dr. Carsten Linz finden Sie im IPA Institutsbrief – hier zum geht es zum kostenlosen Download. 

Mehr erfahren, was die neusten Trends und Methoden rund um Digital Leadership sind? Dann den 26.6. vormerken. Das Programm und alle Speaker zum Digital Leadership Summit gibt es hier.

 

 

„Wir wollen nicht gekauft werden“- Was junge Arbeitnehmer wirklich wollen

Wir wollen nicht gekauft werden und was  junge Arbeitnehmer wirklich wollen 

Wenn sich Berufsänfänger  früher noch auf die Frage vorbereiten mussten „Warum bin ich der perfekte Kandidat für den Job?“ , müssen sich heute  Unternehmen  fragen „Biete ich den perfekten Job für diesen Kandidaten?“. Junge Männer und Frauen, die digital aufgewachsen sind  und durch den alltäglichen Gebrauch von Sozialen Medien mehr Wissen über virtuelle Kommunikation mitbringen, als man der älteren Generation in wochenlangen Fortbildungen beibringen kann, wissen, dass sie Ansprüche auf dem digitalen Arbeitsmarkt stellen können.

Die ArbeitnehmerInnen der Generation Y und Z, die sogenannten Digital Natives, verändern die alten Muster der Arbeitswelt und stellen Führungskräfte damit vor neue Herausforderungen.

In der schnelllebigen Welt von heute wartet kein Millenial mehr 5 Jahre auf die erste Beförderung. Die Art und Weise wie sie aufgewachsen sind, gibt ihnen nicht nur im Alltag die Fähigkeit, sich schnell auf neue Umstände und Technologien einstellen zu können, sondern beeinflusst jeden Bereich ihres Lebens. Sie lieben Geschwindigkeit, Abwechslung und stehen Veraltetem kritisch entgegen und das in ihrem Privat- genau wie im Arbeitsleben. Entwicklung und Feedback muss „instant“ sein – egal was es kostet. Auf der anderen Seite lieben sie Familie, Sicherheit und schätzen ein stabiles Sozialleben. Work-Life-Balance steht hoch im Kurs und kann schon mal vor den Karrierewünschen in der Motivationsliste oben stehen.

Es stellt sich also die Frage, wie will diese Generation geführt werden, wie nimmt man sie mit und weckt ihre Motivation für und mit dem Unternehmen am globalen Wettbewerb teilzunehmen?

Generell besteht die Herausforderung für Führungskräfte darin, zu verstehen, wie junge Talente denken und was für sie einen attraktiven Arbeitgeber ausmacht.

Junge Talente suchen Sinnhaftigkeit und Selbstverwirklichung

Der Wunsch nach einem Job, der mehr ist als nur bloßer Broterwerb, ist unter der jungen Generation weit verbreitet. Die Generation, die mit dem Luxus der Bildung und ohne Existenznöte aufwächst, legt Wert darauf, dass ihre Arbeit sie erfüllt. Junge Arbeitnehmer wollen etwas leisten, das einen nachvollziehbaren Wert für das Unternehmen wie auch für sie selbst schafft. Zeit ist ein knappes Gut und dieses in eine Arbeit zu investieren, die nur zur Beschäftigung des Arbeitnehmers dient, ist für sie nicht akzeptabel.

Sie wollen nicht „gekauft“ werden.

Sie möchten die Annahme eines monatlichen Gehalts nicht als Einverständnis sehen, die Kontrolle über ihre Zeit und ihr Denken für einen Monat aus der Hand zu geben. Sie wollen sich einbringen und die Früchte ihrer Arbeit sehen. Wertschätzung zählt mehr als schnödes Einkommen.

Wertschätzung ist für sie mehr als ein Gehaltscheck

Fehlende oder mangelnde Wertschätzung ist einer der häufigsten Gründe, warum junge Talente ihren Job wechseln. Sie wünschen sich  einen respektvollen Umgang von den Chefs und Kollegen. Sie werden gerne gefragt im Sinne von „könnten Sie bitte“, „wäre es möglich, dass“ oder ein „was halten Sie von“ statt schnöder Kommandos und Arbeitsanweisungen. Es geht Ihnen darum die Wahl zu haben, schließlich sind sie dies vom Kindergarten an gewöhnt zu wählen und mitzubestimmen. Da mag so manchem Chef nicht gefallen, aber gegen die Sozialisation der Kindheit anzukämpfen, dürfte ein schwieriges Unterfangen werden.

Es geht nicht nur darum die eigene Meinung einzubringen, sondern auch das Gefühl, freiwillig (mit-) entscheiden zu können.

Freiheit, Flexibilität und Job ist für sie kein Widerspruch

Die junge Generation sieht die Arbeit als einenvon vielen Teilen ihres Lebens und wünscht sich ein Arbeitsmodell, das zu ihrem Lebenskonzept passt. Work-Life-Balance ist ein wichtiger Begriff. Die Vereinbarkeit von Freizeit, Job und Familie ist der jungen Generation wichtiger als der steile Karriereweg. Dem klassischen Modell, in welchem man täglich von 9 bis 5 seine Zeit im Büro absitzt, sieht sie mehr als kritisch entgegen. Der Trend geht zu flexiblen Arbeitszeiten und „Home Office“, wobei immer mehr junge Leute Coworking Spaces und Cafés als Arbeitsort für sich entdecken. Eine beliebte Lösung ist eine Mischung aus Home Office und dem Arbeiten im Büro, da so das Risiko der Isolation oder der mangelnden Kommunikation gemindert wird.

Junge Arbeitgeber erwarten von einem Büro heutzutage ebenfalls einiges mehr als die Generationen vor ihnen.

Für sie sollte das Büro ein Ort sein, an dem man die Zugehörigkeit zum Unternehmen spüren und konzentriert arbeiten kann. Ein wichtiger Punkt ist die Möglichkeit sich auszutauschen, und zwar nicht nur mit der eigenen Abteilung, sondern auch interdisziplinär. Gemeinsame Aufenthaltsräume, die das ermöglichen, sind ein großes Plus für das Unternehmen.

Was bedeutet das für die Führung der jungen Generationen?

  • Berufliche Entwicklung fördern. Die Mitarbeiter dabei zu unterstützen sich weiterzuentwickeln, ihnen mehr Verantwortung zu übertragen und ihm die Gelegenheit zu geben, mit dem Unternehmen zu wachsen verbindet und mindert das Risiko, dass der Mitarbeiter die Karriereleiter bei der Konkurrenz weiterklettert.
  • Optionen und Abwechslung bieten. Die Generation ist es gewohnt, jeden Tag tausende Optionen zu haben. Im Job über Jahre den selben Arbeitsablauf zu haben ist für viele abschreckend. Arbeitgeber sollten Mitarbeiter deshalb viel ausprobieren lassen. Nicht selten kommt dabei sogar das ein oder andere verborgene Talent ans Licht.
  • Sich auf neue Arbeitsmodelle einlassen. Flexibler Arbeitsort und Arbeitszeiten bieten der jungen Generation mehr Freiheit, gibt ihnen die Möglichkeit Beruf und Familie zu vereinen und erhöhen so die Mitarbeiterzufriedenheit. Wer die neuen Generationen beschäftigen will muss Platz für Innovationen lassen.
  • Mentorship, Coaching und Feedback.   Die Generation Y und Z wollen von den besten Lernen. Sie sind von den Sozialen Medien unmittelbares Feedback gewohnt und das erwarten sie auch in der Arbeitswelt. Konstruktive Kritik ermöglicht es ihnen, schneller, bessere Ergebnisse zu liefern und effizienter zu arbeiten. Regelmäßige Kommunikation ist genauso erwünscht wie festgelegte Feedbackzyklen.
  • Büroräume, die den Austausch fördern; Teams, die sich aus Mitarbeitern verschiedener Abteillungen zusammensetzen und Foren, in denen Wissen geteilt werden kann sind nicht nur wichtig für die Produktivität sondern geben den Mitarbeitern ein Gefühl von Gemeinschaft und fördern so die Bindung des Mitarbeiters an das Unternehmen

Müssen Führungskräfte allen Wünschen der jungen Generation nachkommen?

Zugegeben: der Forderungskatalog ist nicht klein und vielleicht lieber Lesser, liebe Leserin haben Sie gedacht: und was bekomme ich dafür? Was leisten die jungen Leute für mich? Was soll ich denn noch alles tun für diese verwöhnte „All-inculsive Generation“? Warum denken die nur an sich sich und was sind sie bereit für mich und mein Unternehmen zu leisten?

Nein, man muss nicht alle Forderungen erfüllen. Aber Geben und Nehmen in der Arbeitswelt wird gerade neu definiert.

Arbeitgeber und Führungskräfte sollten die Veränderung als Chance sehen. Die Forderungen, die die jungen Generationen stellen sind– richtig umgesetzt – von Vorteil für jedes Unternehmen und für jede Generation. Verstehen Arbeitnehmer den Sinn ihrer Arbeit und sind motiviert, mit ihrer Zeit messbaren Wert zu schaffen, sind sie auch produktiver in ihrer Tätigkeit. Genauso wirkt es sich positiv auf die Produktivität aus, wenn Leistung nicht mehr mit Anwesenheit gleichgesetzt wird. „Work Smart not Hard“ ist eine neue Arbeitsphilosophie, die dem Arbeitnehmer wie auch dem Arbeitgeber zugutekommt. Weniger Fehlzeiten, Personalfluktuation und Burnouts sind positive Folgen von Bemühungen in diese Richtung seitens der Unternehmen. Jedes Unternehmen hat im Zuge des Digitalen Wandels die Aufgabe, seine Strukturen zu überprüfen und auch hier gehen Chancen mit dem Arbeitsaufwand einher. Die alt eingesessenen Prozesse anzupassen ist eine große Chance, die Produktivität des Unternehmens zu steigern und attraktiver für die neue Generation Arbeitnehmer zu werden.

Den Wettbewerb um junge Talente gewinnen jene Unternehmen,
die Bewerbern ein „state of the art“ Arbeitsplatz anbietet und
Raum für persönliches und berufliche Wachstum bietet.

Lesen sie auch gerne unsere 6 TIPPS FÜR EIN MODERNES TALENTMANAGEMENT , die Sie hier kostenfrei und virensicher downloaden können.

6 Tipps Talentmanagement

Fragen oder Tippsrund zum Aufbau einen Talentmanagementkonzepts gewünscht? Hier nachlesen oder uns einfach anrufen – wir sind für Sie da – Ihr partner for people management.

DIGITAL LEADERSHIP SUMMIT 2018: DER MENSCH IM ZENTRUM DER DIGITALISIERUNG

Wir danken Miriam Wohlfarth von  Sevenval für Ihre tolle Zusammenfassung des Digital Leadership Summit 2018, dls#3, der Mensch im Zentrum der  Digitalisierung. 

In ihrem Blog berichtet sie über die Keynotes  und darüber welche Erkenntnisse sie von der Veranstaltung mitgenommen hat.

Die Keynote von Dr. Carsten Linz

Carsten Linz ist Autor des Buches „Radical Business Transformation“ und Global Head des SAP Center for Digital Leadership. Er begann seinen Vortrag mit einer klaren Forderung: „Der CEO selbst muss die Verantwortung für die Digitalisierung übernehmen.“ Denn New Leadership bestehe laut Linz aus digitaler, unternehmerischer und transformativer Führung:

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