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Digital Leadership hautnah – was zum Teufel macht ein Digital Leader? (Teil 1)

Digital Leadership – was heißt das überhaupt? Wie sieht Digital Leadership in der Praxis aus? Was macht ein Digital Leader eigentlich (anders)? Diese Fragen werden uns immer wieder gestellt und um das genauer zu beantworten begleiten wir Jan, einen typischen Digital Leader, in einer kleinen Serie in einer Arbeitswoche. Lernen Sie mit uns seinen spannenden Alltag als Digital Leader kennen.

Jan – ein Digital Leader der ersten Stunde

Dürfen wir vorstellen? Das ist Jan. Jan ist Mitte 40, ausgebildeter Ingenieur und Führungskraft in einem mittelständischen Unternehmen. In den kommenden Wochen schauen wir dem Bereichsleiter, der Verantwortung für vier Teams in unterschiedlichen Ländern trägt, einmal über die Schulter. Jan ist ein Digital Leader der ersten Stunde. Doch was heißt Digital Leadership, also das Führen in einer digitalen Welt, genau und was unterscheidet Jan von den Managern früherer Generationen? Der Ausflug in Jans Alltag wird zeigen: So ziemlich alles.

Digital Leadership: Arbeiten in Spezialistenteams

Digital Leadership beginnt schon bei der Zusammensetzung von Jans Teams. Jan arbeitet mit sehr vielen  top ausgebildeten Talenten zusammen. Jeder von ihnen verfügt über eine hochspezifische Expertise. Hilfsarbeiter, die Routinen abarbeiten gibt es bei ihm nicht mehr – das haben die Computer und Roboter übernommen. Personalführung und Management sind deswegen besonders wichtig geworden.  Jan kann diese Disziplinen nicht mehr betreiben wie die Generationen vor ihm: Von oben nach unten – einer gibt vor und alle anderen führen aus.

Dafür verfügt jeder Experte in Jans Team einfach über ein viel zu spezifisches Wissen, das sich jeweils mit dem der anderen Teammitglieder perfekt ergänzt. In großen Teilen geht es über Jans eigene Expertise deutlich hinaus. Wie soll er da Wege vorgeben? Kleinteilige Vorgaben sind hier fehl am Platz. Digital Leadership sieht anders aus. Klar ist auch: Herausforderungen können nur gemeinsam im Team gelöst werden, indem man sich die Bälle im laufenden Projekt gegenseitig zuspielt. Das setzt ein perfekt organisiertes Projektmanagement voraus.

Dieses obliegt Jan. Er versteht sich in seiner Rolle als Digital Leader daher nicht als Vorgebender, sondern eher als eine Art Moderator. Seine Aufgabe ist es, die einzelnen Prozesse in den einzelnen Team-Hubs so zusammenzuführen, dass ein gemeinsames Produkt herauskommt, das im besten Fall so gut ist, dass es den Wettbewerb blass aussehen lässt.

Digital Leadership: Unterschiedliche Generationen prallen aufeinander

Die Herausforderungen in Sachen Digital Leadership für Jan sind groß. Immerhin arbeitet seine Mannschaft global vernetzt über drei Kontinente hinweg zusammen: EU – USA – Asien. Zur Abstimmung und zur Steuerung der Prozesse nutzen die Kollegen digitale Kollaborations- und Projektmanagementools. Sie ermöglichen ihnen zusammenzuarbeiten, als säßen sie im gleichen Büro. Hierüber stimmen sie sich in Echtzeit ab, teilen Erfahrungen und dokumentieren für alle Beteiligten laufende Prozesse. Auf diese Weise hat jeder Verantwortliche jederzeit den vollständigen Überblick über den Status Quo. Ohne diese Tools ginge in Jans Team gar nichts.

Was die Sache allerdings ein wenig kompliziert macht: Der Hidden Champion, bei dem er arbeitet, ist tief verwurzelt in der Region und beschäftigt viele langjährige Mitarbeiter aus dem Babyboomer-Jahrgang und der Generation X. Im Gegensatz zu der Generation Y, die in einem digitalen Zeitalter aufgewachsen ist, tun sich die über 40- und 50-Jährigen manchmal schwer mit den digitalen Anwendungen. Sie sind einfach nicht so flink und versiert mit Tools wie Trello, Corporate Social Networks, internen Blogs und Wikis. Dafür haben sie andere Stärken und verfügen über einen wertvollen Erfahrungsschatz.


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Mitarbeiter zu Eigenverantwortung anleiten 

Für den Digital Leader Jan ist das manchmal ein Spagat. Hier die Generation Y, die es gerne schnell und unkompliziert mag und dort die Erfahrenen, die lieber erst den perfekten Plan schreiben wollen. Zwei Geschwindigkeiten, die zu managen sind und gerne auch mal aufeinanderprallen.

Das verlangt Jan in seinem Alltag viel Fingerspitzengefühl ab, um sein Team auf den gleichen Nenner zu bringen. Doch die regelmäßigen Feedbackgespräche, gezielten Teambuilding-Maßnahmen und die Mitarbeiter-Trainings in der virtuellen Realität zu modernen digitalen Anwendungen und Stärkung der Entscheidungsfähigkeit zeigen langsam Wirkung.

Gut so, denn in dieser Woche stehen wieder viele Entscheidungen an. Umso wichtiger ist es, dass alle Prozesse im Team reibungslos funktionieren, umso mehr Zeit bleibt Jan, sich mit Inhalten auseinanderzusetzen. Die braucht er auch, wie schon der nächste Teil unserer Serie zeigen wird.

Am morgigen Dienstag wird unser Digital Leader Jan freudig nervös sein. Talentakquise steht auf dem Programm. Eine Disziplin, die ihm großen Spaß macht. Denn dank Robot Recruiting und smarter Algorithmen ist das Recruiting einfacher und passgenauer denn je. So macht Personalbeschaffung Spaß…

Bleiben Sie dran und verpassen nicht unsere nächste Serie „Wie zum Teufel kommuniziert ein Digital Leader?“–  hier geht es zum Teil 2. 

Ihr Autorenteam R. Schönbohm und Ursula Vranken


 

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