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Digital Leadership nur Bauchgefühl reicht nicht

Digital Leadership– gute Führung ändert sich 

Es gibt kein einzig richtiges, immerwährendes Modell guter Führung – Führung ändert sich mit den Generationen der Menschen, die sie ausüben und die geführt werden. Denn jede Generation wächst mit einer anderen Geschichte auf, mit einer anderen Sozialisation, mit anderen Werten. Die heutige Gen Y hat andere Vorstellung von Arbeiten, Führen und Work Life Balance als Ihre Vorgänger und wer weiß was die Generationen Z und NN noch für Erwartungen mitbringen. Führung heute ist nicht einfacher als vor 5,10 oder 20 Jahren- Digital Leadership ist anders.

Start Up oder Konzern Karriere

Neben dem Einstieg in die  klassischen Konzernkarriere gibt es immer Menschen , die Ihre eigen Company aufbauen wollen. Gemeinsam mit Ihren Peers und Mitarbeitern wollen sie nicht nur Erfolg am Markt haben, sondern auch eine nachhaltige Firma mit eigener Kultur und eigenen Wertvorstellungen aufbauen und führen.

Nicht selten handelt es sich dabei um technologiegetriebene StartUps, die sich in kürzester Zeit zu erfolgreichen Unternehmen entwickeln und Digital Leadership quasi der natürliche Führungsstil ist.

Die Extrameile gehen- Verantwortung übernehmen

Gründer scharen schnell Kollegen um sich, die bereit sind die Extrameile zu gehen  und Verantwortung für Ergebnisse und Mitarbeiter zu übernehmen. Egal ob als Teamlead, Scrum Master oder Projektleiter. Ihr Aufgabe ist es dann in oftmals unklaren Ablaufprozessen und Start-up Kreativität für Strukturen zu sorgen und virtuelle Teams zu führen. Gerade in den „schnell drehenden“ Unternehmen der Informations- und Kommunikations- Technologie-branche (ITK) werden oft Expertinnen oder Fachspezialisten wegen ihres ganz besonderen Wissens eingekauft – und müssen dann in Rekordzeit ein Team oder eine ganze wachsende Abteilung führen.

Digital Leader moderieren

Nicht immer ist es einfach im operativen Alltag alle zu beteiligen, allen gerecht zu werden. Mitarbeiter wollen wissen, was die Gründe für bestimmte Entscheidungen sind, was wirklich dahinter steckt. Sie wollen nicht nur gefragt werden, sondern auch mitbestimmen. Kein einfacher Spagat.

Für dessen Beherrschung braucht es Training, Übung und vor allem auch Zeit. Man muss sich aus dem operativen Druck zum Teil rausnehmen und immer wieder sehr klar auf die Ziele, Erwartungen  und Bedürfnisse aller Beteiligten eingehen, um wirklich zu führen. Heute heißt führen nicht selten moderieren, balancieren und für Interessensausgleich zwischen Unternehmens-Vorgaben und Mitarbeiter-Wünschen zu sorgen.


IPA INSTITUTSBRIEF – bleiben Sie auf dem Laufenden!

Sie wollen mehr Infos zum Thema Digital Leadership und immer auf dem Laufenden bleiben? In den IPA Institutsbriefen, z.B. Digitale Strategien gibt es  hier mehr Infos.


Digital Leader – nur Bauchgefühl und guter Wille reichen nicht für komplexe Führungssituationen

Wann und wo aber haben die „Digital Leader“, das Führungshandwerk erlernen können? Oft eben gar nicht. Sie müssen unvorbereitet  Führungsverantwortung übernehmen und die Führung eines Teams mal eben so mitmachen.

Für Training, Einarbeitung und Coaching fehlt die Zeit. Das „Fahren ohne Führerschein“  macht anfangs auch Riesenspaß,  aber schnell merken die jungen Leader, dass nur Bauchgefühl und guter Wille nicht reichen für komplexe Führungssituationen. Dem anfänglichem Enthusiasmus weicht die Einsicht: „Mir  fehlt das Handwerkszeug. Ich habe zwar viele Bücher gelesen und will ja auch alle miteinbeziehen,  aber irgendwie gelingt es mir nicht das Team mitzunehmen. Es ist Sand im Getriebe und es reibt mich auf. Führung ist viel anstrengender als ich gedacht hätte.“

Praxis statt Theorie – Digital Leader Development Programm 

Halten wir also fest: Blogs und Bücher lesen über agiles Führen, Management 3.0 usw. ist gut, aber nicht ausreichend für den Erfolg im betrieblichen Alltag.

Einen erfolgreichen Digital Leader zeichnet weit mehr aus als das Wissen um Prozesse und Technik. Die oft  technologiegetriebenen Team- oder Projektleiter brauchen praxistaugliche, moderne Führungswerkzeuge. Das Institut für Personalentwicklung und Arbeitsorganisation in Köln hat  ein zeitgemäßes Programm zur Schulung von IT- Fach- und Führungskräften entwickelt. Im Kreise Gleichgesinnter, werden in verschiedenen Trainings- Modulen die entscheidenden Führungskompetenzen weiterentwickelt und erprobt. Praxis statt Theorie, Machen statt Reden.

Im Digital Leader Development Programm werden aus guten Fachkräften hervorragende Führungskräfte. Mit dem Digital Leader Development Programm sind sie bestens aufgestellt für die Führungsherausforderungen der digitalen Arbeitswelt.

Digital Leader sagen 

“Die einjährige Fortbildung hat geholfen, meine Teamführung in allen Bereichen zu optimieren. Von den Themen Kommunikation, Konflikt- und Change Mangement bis hin zur Teamentwicklung hatte alles einen großen Mehrwert.  Die Methodenauswahl war vielfältig und konkrete Situationen konnten geübt werden. Meine Bewertung: Das Training hat in hohem Maß genutzt (…)” 

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Was macht der CDO bei DZ PRIVATBANK S.A. in Luxemburg- Interview mit Dr. Martin Evers

Seit 2016 ist Dr. Evers CDO, Chief Digital Officer, der DZ PRIVATBANK S.A. in Luxemburg. Seit 2000 arbeitet der promovierter Physiker in der Finanzbranche in unterschiedlichen Instituten und Bereichen der IT. Dank des breiten Überblicks über die IT-Landschaft der Bank und dem in zahlreichen Projekten gewonnenen betriebswirtschaftlichen Blick auf Unternehmungen, ist er heute Treiber der digitalen Transformation der DZ PRIVATBANK. Wir sprachen mit ihm über seine Aufgaben als CDO und was ihn persönlich antreibt.

Wie wird man CDO und wie sind Sie zu dieser Rolle gekommen?

Irgendwann ist immer der Zeitpunkt gekommen, an dem Unternehmen die Unausweichlichkeit von Megatrends erkennen. Als die DZ PRIVATBANK das Programm zur digitalen Transformation auflegte und dieses Fahrt aufnahm, wurde offensichtlich welche Kompetenzen die Transformation bedingen würde und dass deren Bündelung in der Unternehmung kritischer Erfolgsfaktor sein würde.
Dies Aufzuzeigen, gepaart mit den weiter unten aufgeführten Kernfähigkeiten sind gute Voraussetzung um die Rolle des CDO zu etablieren.

Wie sieht Ihr Tagesgeschäft als CDO aus?

Einerseits sind die auf längere Zeit ausgerichteten Initiativen zu stützen und zu begleiten, wozu viele Gespräche erforderlich sind und Standardprozesse einer Bank bedient werden wollen. Andererseits gilt es neue Innovations- und Digitalisierungsthemen bei den Mitarbeitern zu induzieren. Diese Ideen wollen ähnlich wie Startups beim Inkubator entwickelt werden. Darüber hinaus gilt es digitale Maßnahmen in Geschäftsstrategien unterzubringen um einen nachhaltigen Wandel zu erreichen.
Vor allem aber gilt es jeden Tag die positiven Seiten der Digitalisierung auszustrahlen und so Mut und Kreativität in die Organisation zu tragen.

Welche Kernfähigkeiten sollte ein CDO mitbringen/haben?

Forschergeist, gedankliche Flexibilität, Datenverständnis, Durchhaltevermögen, Frustrationstoleranz, Überzeugungskraft, Organisationstalent, Wertschätzung und Mut. Der CDO ist Vermittler, Moderator und Coach auf Führungsebene und verbindet alle ökonomischen, technischen und strategischen Aspekte von Innovations- und Digitalisierungsvorhaben mit Ausrichtung auf die strategischen Geschäftsziele.

Wie nehmen Sie die Organisation mit auf den Weg der Digitalen Transformation?

Vor allem durch Transparenz: Nur wenn die vielen Facetten der digitalen Transformation für Mitarbeiter in geschützten Bereichen erlebbar werden und Gesprächsstoff werden, können Potenziale erschlossen und Kräfte mobilisiert werden. Insbesondere gilt es auf Ängste oder Bedenken einzugehen, um  die Veränderungen von innen heraus zu gestalten.

Was macht Ihnen am meisten Spaß?

Die Emotion und Begeisterung zu erleben, die bislang bei allen Mitstreitern einsetzte, nach dem Kontroversen gelöst und komplexe, scheinbar unlösbare Aufgaben  gemeinsam gemeistert wurden.

Herr Dr. Evers, wir danken Ihnen für das Gespräch.

Mehr zum Thema lesen Sie im Beitrag: Der Chief Digital Officer, die eierlegende Wollmilchsau der digitalen Ara?