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Flache Hierarchien brauchen Delegation, nicht Titel

Delegieren: Warum Sie Ihr Team ausbremsen, ohne es zu merken

Flache Hierarchien und der Abbau von Führungsebenen sind gerade wieder im Trend. Unternehmen sparen, Strukturen werden schlanker, ganze Leitungsebenen verschwinden. Allein 2025 meldeten sich laut Bundesagentur für Arbeit fast 49.000 Führungskräfte arbeitslos, Höchststand seit zehn Jahren, wie ich in meinem Beitrag zum aktuellen Stellenabbau beschrieben habe. Klingt nach Sparprogramm. Ist es auch. Nur löst Strukturabbau allein noch keine Entscheidungsprobleme. Im Gegenteil, er macht sie erst richtig sichtbar.

Die Wirtschaftslage lässt Führungskräften ohnehin keine Zeit für lange Abstimmungsrunden. Märkte drehen sich schnell, Kunden erwarten Antworten in Stunden, nicht in Wochen. Wer jetzt zögert, verliert. Delegieren ist in dieser Lage keine Option mehr. Es ist Pflicht.

Mehr Eigenverantwortung

Schnellere Entscheidungen, mehr Eigenverantwortung, weniger Bürokratie. Klingt gut. Doch in meiner Beratungspraxis sehe ich fast immer dasselbe Muster: Das Konzept scheitert an der Umsetzung und der Delegationskompetenz der Führungskraft. Wer nicht loslassen kann, baut keine flache Hierarchie

Ihr Hamsterrad, und wie Sie es selbst gebaut haben

Montagmorgen, neun Uhr. Ihre Inbox läuft über. Im Kalender stehen sieben Meetings. Mittendrin landet eine Anfrage auf Ihrem Tisch, fachlich längst im Verantwortungsbereich Ihrer Mitarbeiterin. Trotzdem wandert sie zu Ihnen.

Warum? Weil es schon immer so war. Weil Sie es schneller selbst entscheiden, als die Begründung zu erklären. Weil Kontrolle sich sicherer anfühlt als Vertrauen. Verstehen Sie mich nicht falsch: Diese Reaktion ist im stressigen Alltag nachvollziehbar, manchmal sogar die einzig praktikable Lösung im Moment.

Genau hier beginnt das Hamsterrad. Jede ungeklärte Frage landet bei Ihnen. Jede kleine Entscheidung. Jede Rückversicherung. Abends fragen Sie sich, wo die Zeit für die wirklich wichtigen Themen geblieben ist. Die ehrliche Antwort: Sie haben nie klar geregelt, was Ihr Team eigenständig entscheiden darf.

Vertrauen gegen Skepsis: Ihr täglicher Balanceakt

Zwischen Vertrauen und Skepsis liegt ein schmaler Grat. Auf diesem Grat bewegen Sie sich als Führungskraft täglich. Vertrauen ist die Grundlage für Delegation, keine Frage. Wer Verantwortung übergibt, ohne jedes Detail zu kontrollieren, sendet ein klares Signal: Ich traue Ihnen das zu.

Ich weiß aus eigener Erfahrung, dass im Tagesgeschäft selten Zeit für Reflexion bleibt. Sie greifen instinktiv zu dem, was sich gerade richtig anfühlt, schnell geht und Sie machen die Aufgabe mal eben selbst. Das ist menschlich und soweit normal. Problematisch wird es erst, wenn sich dieses Verhalten Woche für Woche wiederholt. Dann entsteht aus der kurzfristigen Abkürzung ein festes Muster, und genau dieses Muster führt am Ende zu Frust, bei Ihnen und in Ihrem Team.

Skepsis bei der Delegation ist dabei nicht automatisch schlecht. Sie wird erst zum Problem, wenn sie zum Dauerzustand wird.

Kippt Ihre Skepsis ins Extreme, entsteht paranoides Misstrauen. Sie fragen ständig nach, korrigieren, kontrollieren, bis niemand mehr eigene Initiative wagt.

Blindes Vertrauen ist ebenfalls nicht angesagt, das wäre naiv. Eine Aufgabe ohne Rahmen, ohne Ziel, ohne Unterstützung zu delegieren, führt schnell in die Sackgasse und zu unerwartenden Ergebnissen.

In der Beratung nennen wir das Eskalation. Mitarbeitende fühlen sich entweder allein gelassen oder entmündigt. Beide Wege enden gleich: Niemand übernimmt mehr freiwillig Verantwortung.



Warum schlechte Delegation teuer ist

Schlechte Delegation verlangsamt nicht nur ihr Geschäft, sondern es wird auch teuer, wenn hochbezahlte Führungskräfte wertvolle Arbeitszeit mit operativen Routineaufgaben verbringen, die kostengünstiger durch Angestellte erledigt werden könnten.

Die Folge sind auch Umsatzeinbußen durch Führungskräfte, die zum Nadelöhr für Freigaben und Entscheidungen werden. Die Folge: Kundenprojekte, Angebote und Vertragsabschlüsse stocken, verzögern sich oder werden erst gar nicht abgeschlossen.

Warum mangelnde Delegation Ihre flache Hierarchie blockiert

Ein Beispiel aus meiner Praxis: Ein mittelständisches Unternehmen mit rund 500  Mitarbeitenden streicht eine komplette Führungsebene. Ziel ist es schneller zu werden. Auf dem Papier entsteht eine flache Hierarchie.

Tatsächlich landen alle Entscheidungen, die vorher auf drei Ebenen verteilt waren, jetzt bei einer einzigen Führungskraft. Niemand hat definiert, welche Befugnisse ans Team gehen. Die Struktur wurde schlanker. Die Verantwortung blieb oben. Das Ergebnis: längere Entscheidungswege statt kürzerer. Mehr Diskussion, mehr Unsicherheit.

Genau so funktioniert Delegation nicht.  

Entscheidungen müssen dahin delegiert werden, wo die Fachexperten und Expertinnen sind.

Flache Hierarchien funktionieren nur, wenn Entscheidungskompetenz dort liegt, wo die Information am aktuellsten ist. Meistens bei Ihren Mitarbeitenden selbst. Ziehen Sie weiterhin jede Freigabe an sich, haben Sie zwar weniger Titel im System. Aber genauso viele Flaschenhälse wie vorher.

Drei Beispiele, die Sie vielleicht wiedererkennen

  • Eine Vertriebsleiterin genehmigt jeden Rabatt persönlich, auch unter fünf Prozent. Ihr Team kennt die Kunden besser als sie selbst. Trotzdem wartet jede Anfrage auf ihre Unterschrift. Folge: verärgerte Kunden, verzögerte Abschlüsse, frustrierte Mitarbeitende.
  • Ein Projektleiter liest jede E-Mail seines Teams gegen, bevor sie rausgeht. Er nennt es Qualitätssicherung. Sein Team nennt es Mikromanagement. Niemand wagt mehr eigene Formulierungen.
  • Ein Bereichsleiter verspricht in jedem Meeting mehr Eigenverantwortung. Bei der ersten Fehlentscheidung zieht er die Aufgabe sofort zurück. Die Botschaft kommt an, auch unausgesprochen: Fehler sind hier nicht erlaubt.

Erkennen Sie sich in einer dieser Situationen wieder? Dann sind Sie nicht allein und es wird Zeit für gute Delegation.

Wie Sie konkret delegieren können

  • Delegation beginnt nicht bei der Aufgabe. Sie beginnt beim Rahmen. Klare Ziele, klare Befugnisse, klare Eskalationsregeln, das sind Ihre drei Stellschrauben.
  • Definieren Sie, bis zu welcher Summe Ihr Team selbst entscheiden darf. Legen Sie fest, welche Kundenanfragen ohne Rücksprache beantwortet werden. So schaffen Sie echte Entlastung, nicht nur das Gefühl davon.
  • Genauso wichtig: Ihr Umgang mit Fehlern. Trifft eine Mitarbeiterin eine Entscheidung, die im Nachhinein nicht optimal war, braucht sie ein Gespräch über die Lernkurve. Keine Standpauke, keine stille Entmachtung. Sonst verschwindet jede Eigeninitiative innerhalb weniger Wochen.
  • Fragen Sie sich auch ehrlich: Wofür halte ich diese Aufgabe eigentlich zurück? Was kostet mich diese Kontrolle, an Zeit, an Energie, an Vertrauen im Team?

Delegation ist Kulturarbeit, keine Checkliste

Eine Aufgabenliste löst Ihr Delegationsproblem nicht. Delegation ist am Ende eine Kulturfrage. Kultur entsteht nicht durch Beschluss, sondern durch Ihr tägliches Verhalten.

Nehmen Sie eine Aufgabe zurück, kaum dass etwas schiefgeht, sendet das ein Signal an Ihr ganzes Team. Dieses Signal verbreitet sich schneller als jede Leitlinie zu Eigenverantwortung.

Eine echte Delegationskultur lebt von vier Haltungen:

  • Vertrauen statt Kontrolle,
  • Transparenz statt Mikromanagement,
  • Entwicklung statt reiner Entlastung,
  • Ownership statt Rückdelegation.
  • Fehlen diese Haltungen, hilft Ihnen auch die beste Organisationsstruktur nichts.

In meinem Artikel „Vom Dringlichen zum Wesentlichen” zeige ich auf, wie Sie aufhören, alles selbst zu tun. Der Beitrag liefert mit der Eisenhower-Matrix ein einfaches Werkzeug für genau diese Unterscheidung.

Mein Fazit: Selbstverantwortung beginnt bei Ihnen

Flache Hierarchien sind kein Strukturthema. Sie sind ein Führungsthema. Geben Sie Entscheidungskompetenz nicht wirklich ab, bauen Sie trotz schlankem Organigramm dieselben langen Wege wie zuvor, nur ohne die Ebenen, die früher etwas Entlastung gebracht haben.

Lernen Sie dagegen, sauber zu delegieren, Vertrauen aufzubauen, ohne naiv zu werden, und Kontrolle einzusetzen, ohne ins Misstrauen zu kippen, schaffen Sie echte Selbstverantwortung in Ihrem Team. Und damit auch für sich selbst mehr Raum für die Themen, die wirklich Führung brauchen.

Möchten Sie an Ihrer eigenen Delegationspraxis arbeiten? Oder suchen ein Training? Ich lade Sie herzlich zu einem unverbindlichen Gespräch ein.


3 Fragen, die Sie sich vor jeder Delegation stellen sollten

Bevor Sie die nächste Aufgabe behalten oder weitergeben, nehmen Sie sich eine Minute für diese drei Fragen.

1. Wer hat die besten Informationen, um diese Entscheidung zu treffen? Meistens nicht Sie, sondern die Person, die täglich mit dem Thema arbeitet.

2. Was passiert im schlimmsten Fall, wenn ich loslasse? Oft weniger, als Sie befürchten, und meist lässt sich der Fall im Nachgang besprechen, statt im Voraus zu verhindern.

3. Behalte ich diese Aufgabe aus Notwendigkeit oder aus Gewohnheit? Ehrlich beantwortet, zeigt diese Frage am schnellsten, wo echtes Delegationspotenzial liegt.


Babyboomer gehen nicht, weil sie müde sind. Sie gehen, weil wir sie nicht halten.

Warum verlassen Babyboomer den Arbeitsmarkt wirklich? Zahlen, Hintergründe und konkrete Maßnahmen für Betroffene, Führungskräfte und HR, damit wertvolle Erfahrung im Unternehmen bleibt.

Aktuell werde ich von Kunden, Kollegen und Freunden oft gefragt, was ich von der Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt halte. Meine ehrliche Antwort heißt dann: Wir verschwenden gerade ein enormes Potenzial, und viele Unternehmen merken es erst, wenn die Tür schon zu ist.

Babyboomer gehen nicht, weil sie müde sind. Sie gehen, weil wir sie nicht halten.

Die Generation der Babyboomer, aber auch viele erfahrene Fach- und Führungskräfte 50+, verabschieden sich in Scharen aus dem Arbeitsleben. Die einen gehen in den regulären oder vorgezogenen Ruhestand, die anderen werden von Reorganisationen erfasst und aus dem Unternehmen gespült. Sie hinterlassen eine Lücke, die wir kurzfristig vielleicht kaum spüren, mittelfristig aber zu echten Problemen führen wird. Und diese Lücke lässt sich nicht einfach durch Recruiting-Kampagnen oder KI-Tools schließen, denn es geht viel Erfahrung verloren.

Fachkräftemangel 2025/2026: Was die aktuellen Zahlen wirklich bedeuten

Die Datenlage ist eindeutig, und sie wird von Jahr zu Jahr drängender.

Das Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung warnte 2025, dass das Arbeitskräftepotenzial bis 2035 um bis zu 4,7 Millionen Personen sinken könnte. Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung bringt es auf den Punkt: Aktuell verlassen jedes Jahr 900.000 Menschen den Arbeitsmarkt durch Verrentung, während nur 750.000 Jüngere nachrücken. Und das bedeutt die Lücke wächst. Jeden Tag.

Dabei gibt es Hebel, an denen wir ansetzen können. Eine höhere Erwerbsbeteiligung von Frauen, besonders in Westdeutschland, gezielte Qualifizierung und das aktive Halten erfahrener Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer könnten den Verlust rechnerisch ausgleichen. In diesem Text schauen wir uns den letzten Punkt genauer an: Warum gehen die Silver Ager, und was müsste passieren, damit sie bleiben?

Warum Babyboomer den Arbeitsmarkt wirklich verlassen

Ich habe in den vergangenen Monaten mit vielen Fach- und Führungskräften der Generation 50+ gesprochen. Der Frust sitzt tief. Nicht weil die Arbeit sie erschöpft hat, sondern weil das Signal, das sie empfangen, lautet: Du wirst bald nicht mehr gebraucht.

Wer sich dazu bekennt, noch länger als bis zum Vorruhestand arbeiten zu wollen, gilt schnell als Ausnahme oder Sonderfall. Personalstände werden geglättet, Stellen gestrichen, und als Begründung dient häufig der Verweis auf Automatisierung und KI. Das trifft nicht nur Ältere, aber diese finden im Anschluss besonders schwer eine neue Chance, während sich bei Hochschulabsolventen der Berufseinstieg lediglich um einige Monate verzögert.

Menschen verlassen den Arbeitsmarkt nicht, weil sie müde vom Arbeiten sind. Sie verlassen ihn, weil sie es satthaben, nicht gesehen zu werden. Nicht wertgeschätzt zu werden. Nicht gut geführt zu werden.

Wer 30 Jahre verlässlich Leistung gebracht, Krisen überstanden, Teams aufgebaut und Wissen weitergegeben hat, zieht eine logische Konsequenz, wenn am Ende kein ehrliches Gespräch darüber folgt, was er oder sie sich für die letzten Berufsjahre wünscht.

Prof. Dr. med. Hans Martin Hasselhorn von der Bergischen Universität Wuppertal fasst es in der Studie „lidA – leben in der Arbeit“ zusammen: Jede und jeder dritte Babyboomer in Deutschland leidet unter schlechter Arbeit. Das ist kein Randproblem. Das ist eine strukturelle Herausforderung, die in Zeitlupe wächst.

Die Stärken der Babyboomer-Generation: Kompetenzen, die zeitlos sind

Es lohnt sich, einen Blick darauf zu werfen, was diese Generation wirklich mitbringt. Es geht nicht nur um Fachwissen. Es geht um Haltung, Erfahrung und Werte, die sich nicht ohne Weiteres ersetzen lassen.

Verlässlichkeit

Babyboomer haben gelernt, Dinge zu Ende zu bringen. In einer Welt voller Ablenkungen ist das kein kleines Asset, es ist ein riesiges.

Institutionelles Gedächtnis

Jahrzehnte an Erfahrung, gewachsene Netzwerke, Kundenbeziehungen und internes Know-how stecken nicht in einem Handbuch. Sie stecken in Menschen. Und wenn diese Menschen gehen, nehmen sie das alles mit.

Lösungsorientierung

Wer 30 Jahre Krisen, Transformationen und Umstrukturierungen erlebt hat, verliert nicht so schnell die Nerven. Die Ruhe und den Überblick im Chaos zu bewahren ist eine Kompetenz, die man nicht in einem Seminar erwirbt.

Loyalität

Babyboomer wechseln seltener den Job. Was manche als Inflexibilität lesen, ist in Wahrheit eine tiefe Bindung an das Unternehmen, an Aufgaben und an Sinn.

Mentoring-Kompetenz

Keine Generation kann jüngere Kolleginnen und Kollegen so authentisch begleiten wie jene, die den Weg bereits gegangen ist. Ihr Pfund ist nicht Theorie, sondern gelebte Erfahrung.

Diese Werte sind keine Nostalgie.
Sie sind ein strategischer Wettbewerbsvorteil, wenn man sie nutzt.

Babyboomer im Job: Tipps für den Verbleib und Wiedereinstieg

Ich richte mich jetzt direkt an alle erfahrenen Experten und Expertinnen, die noch etwas bewegen wollen. Die merken, dass sie noch genug Power und Energie haben, ihre Ideen einbringen wollen und etwas bewriken wollen.

Klar ist der Arbeitsmarkt gerade nicht einfach ist und es ist extrem frustrierend auf Bewerbungen keine Antwort zu bekommen, genaus wie Prozesse, die sich anfühlen, als wäre man unsichtbar. Das Gefühl, dass jünger sein plötzlich wichtiger ist als besser sein.

Das ist real. Und es ist ungerecht.

Aber gebt nicht auf. Nicht wegen eines schlechten Prozesses, nicht wegen einer Unternehmenskultur, die noch nicht verstanden hat, was sie an euch hätte.

Der Markt dreht sich, und er dreht sich schnell. Der Fachkräftemangel ist keine Prognose mehr. Er ist gelebter Alltag in fast jedem Unternehmen. Die, die jetzt klug handeln, holen euch bereits. Die anderen werden es bald müssen.

Was ihr konkret tun könnt

Netzwerk zeigen weiter ausbauen.
Es ist euer größtes Kapital. Unterschätzt es nicht und baut es weiter aus.

Offen kommunizieren.
Sprecht darüber, was ihr wollt: Teilzeit, Projektarbeit, Mentoring, Beratung. Flexibilität ist kein Zeichen von Schwäche, sondern ein attraktives Angebot.

Den richtigen Arbeitgeber suchen.
Es gibt Unternehmen, die Erfahrung als Ressource verstehen, und sie wachsen. Schaut auch über den eigenen Branchentellerrand. Warum nicht einen Quereinstieg wagen?

Unbequeme Wahrheiten ansprechen.
Wer 30 Jahre Erfahrung hat, darf auch mal sagen, was nicht funktioniert.

Mitarbeiterbindung älterer Arbeitnehmer: Drei Hebel für Führungskräfte und HR

Die gute Nachricht: Wer jetzt aktiv wird, hat echte Chancen, erfahrene Mitarbeitende zu halten. Drei Hebel wirken besonders stark.

Hebel 1: Gute Führung und echte Wertschätzung

Führungskräfte, die Personalentwicklung aktiv betreiben und passende Rollen für erfahrene Mitarbeitende bereitstellen, erzielen einen klaren Return on Investment: mehr Bindung, mehr Motivation und schlicht mehr Jahre, die erfahrene Kolleginnen und Kollegen im Unternehmen bleiben.

Hebel 2: Mehr Selbstbestimmung ermöglichen

Ältere Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer wollen selbstbestimmter leben und arbeiten. Wer das ernst nimmt, schafft Rahmenbedingungen, die gar nicht teuer sein müssen, aber enorm viel bewirken.

Hebel 3: Einfach fragen und zuhören

Die Studie von Prof. Hasselhorn gibt klare Hinweise: 75 Prozent aller Personen mit Frühausstiegswunsch wären unter bestimmten Bedingungen bereit, länger zu arbeiten. Am häufigsten genannte Bedingungen: freie Bestimmung über Arbeitszeit und Arbeitsumfang, eine nicht zu anstrengende Tätigkeit und eine faire Bezahlung. Das sind keine utopischen Forderungen. Das sind Gesprächsthemen, die in vielen Unternehmen noch nicht einmal angesprochen werden.

Coaching für Babyboomer und Unternehmen: Neue Perspektiven mit IPA- Coaches

Ob ihr als Boomer gerade an einem Karrierewendepunkt steht oder als Unternehmen den Wissenstransfer und die Bindung erfahrener Mitarbeitender aktiv gestalten wollt: Ursula Vranken und ihr Team begleitet euch dabei. Als Coach und Expertin für People Management unterstützt sie Einzelpersonen bei der Entwicklung neuer Karriereperspektiven, beim Wiedereinstieg und beim Finden der richtigen Rolle in der nächsten Berufsphase. Unternehmen und HR-Teams berät sie dabei, wie sie das Potenzial der Generation 50+ gezielt erkennen, fördern und langfristig im Betrieb halten können. Sprecht sie an, der erste Schritt lohnt sich.

Babyboomer sind ein unterschätzter Wettbewerbsvorteil

Erfahrene Fach- und Führungskräfte der Generation 50+ sind kein Auslaufmodell. Sie sind ein Erfahrungsschatz, den wir uns als Gesellschaft und als Unternehmen schlicht nicht leisten können zu verschwenden.

Wer jetzt handelt, sichert sich nicht nur Know-how. Er sendet ein Signal an alle Generationen im Unternehmen:

Hier zählt Leistung. Hier zählen Menschen. Hier zählt Erfahrung.

Das spüren übrigens alle, vom Azubi bis zur Geschäftsführung.


Ich freue mich über eure Erfahrungen, als Boomer, als Führungskraft oder als HR-Verantwortliche. Was funktioniert bei euch? Was nicht? Schreibt es in die Kommentare.

Bye-bye Stellenbeschreibung: Warum wir 2026 in Kompetenzen statt in Kästchen denken

Hand aufs Herz: Wann haben Sie das letzte Mal Ihre offizielle Stellenbeschreibung gelesen? Und viel wichtiger – wie viel von dem, was Sie täglich tun, stand dort tatsächlich drin?

Wir schreiben das Jahr 2026, und eines ist klarer denn je: Das klassische Konstrukt der „Stelle“ ist ein Relikt aus einer Zeit, in der Arbeit vorhersehbar und linear war. In einer Welt, die von KI-Agenten, rasanten Marktverschiebungen und projektbasierter Zusammenarbeit geprägt ist, werden starre Stellenbeschreibungen zum Bremsklotz der Transformation.

Der Shift: Von der „Position“ zur Skill-basierten Organisation

Bisher haben wir Menschen in vordefinierte Kästchen gepresst. Wir suchten den „Marketing Manager“ oder die „HR-Leitung“ mit exakt 10 Jahren Erfahrung in X und Y. Das Problem? Diese Kästchen sind zu starr für einen lehrgefegten Fachkräftemarkt und die Dynamik von heute.

2026 ist das Jahr der Skill-based Organization. Wir stellen nicht mehr für eine Position ein, die in sechs Monaten vielleicht schon hinfällig ist. Wir suchen nach Kompetenzprofilen, die sich modular zusammensetzen lassen.


„Nicht der Titel entscheidet über den Wert eines Mitarbeiters, sondern die Fähigkeit, seine Kompetenzen dort einzubringen, wo sie gerade die größte Hebelwirkung entfalten.“


Warum der Fokus auf Skills jetzt überlebenswichtig ist

Der Wandel hin zu Kompetenzen ist kein Modetrend, sondern eine strategische Notwendigkeit. Hier sind die drei Haupttreiber für 2026:

1. Agilität durch Liquidität

Wenn wir wissen, welche Skills im Unternehmen vorhanden sind (und nicht nur, welche Titel auf den Visitenkarten stehen), können wir Teams wie Legosteine für neue Projekte zusammenstellen. Ressourcen werden dort mobilisiert, wo der Markt sie erfordert.

2. KI als strategischer Kompagnon

KI übernimmt 2026 die repetitiven Anteile fast jeder Rolle. Was bleibt, sind die „Human Skills“: Kreativität, ethisches Urteilsvermögen und komplexe Problemlösung. Diese lassen sich nicht in eine statische Aufgabenliste pressen, sondern müssen als lebendige Kompetenzen gefördert werden.

3. Mitarbeiterbindung durch individuelle Entfaltung

Talente der Gen Z und auch erfahrene „Silver Surfer“ wollen ihre Stärken einsetzen, nicht ihre Stellenbeschreibung abarbeiten. Eine Skill-basierte Kultur ermöglicht individuelle Lernpfade und interne Karrieresprünge, die früher undenkbar waren.



Digital Leadership Check: Was Führungskräfte jetzt tun müssen

Als Führungskraft im Jahr 2026 ist es Ihre Aufgabe, das „Skill-Inventory“ Ihres Teams zu orchestrieren. Hören Sie auf, in Hierarchien zu denken, und fangen Sie an, in Fähigkeits-Clustern zu planen.

  • Inventur machen: Welche Skills und Talente haben wir wirklich an Bord? Nutzen Sie moderne People-Analytics-Tools zur Analyse Ihrer Belegschaft. Der Strength Finder ist ein super Instrument, sprechen Sie uns an.
  • Dynamic Matching: Wo im Unternehmen brennt es gerade, und wer hat – unabhängig von seiner Abteilung – die passende Kompetenz, um zu helfen?
  • Lernkultur radikalisieren: Up- und Reskilling sind keine jährlichen Pflichttermine mehr, sondern Teil des täglichen Workflows.

Fazit für den Januar: Denken Sie groß, handeln Sie modular

Der Abschied von der Stellenbeschreibung ist kein Verlust an Struktur, sondern ein Gewinn an Freiheit und Effizienz. Lassen Sie uns 2026 die Kästchen sprengen und den Blick auf das lenken, was wirklich zählt: Die Potenziale Ihrer Leute.

Wie halten Sie es in Ihrem Unternehmen? Sind Sie noch im „Kästchen-Modus“ oder schon in der Skill-Cloud?


Unterstützung anfordern:

Sie wollen eine stärkenbasierte Einschätzung Ihrer persönlichen Skills oder möchten Ihr Team zu Jahresanfang einmal durchchecken? Dank des erprobten Entwicklungsinstrument, dem Strength Finder, finden Sie heraus, wie Talente im Rahmen einer Rolle/Aufgabe und zur Steigerung der Teamperformance insgesamt optimal eingesetzt werden können. Kontaktieren Sie uns für mehr Informationen gerne, hier.


Mehr Führungstipps:

Führen von Führungskräften – Die Führungskraft als Coach

Führen von Führungskräften – Die Führungskraft als Coach

Wenn erfahrene Profis strategische Führung ausbauen müssen


Eine Geschichte aus der Praxis

„Ich habe acht Jahre Führungserfahrung, aber das hier ist komplett anders“, sagte mir Thomas*, als er sich in meinem Büro niederließ. Als erfahrene Beraterin kenne ich diese Situation nur zu gut – vor mir saß ein kompetenter Teamleiter, der gerade zum Abteilungsleiter befördert worden war und nun vor einer völlig neuen Herausforderung stand.

Thomas hatte in den vergangenen Jahren erfolgreich operative Teams geführt, Projekte vorangetrieben und Mitarbeiter entwickelt. Doch nun sollte er plötzlich andere Führungskräfte führen – Menschen, die teilweise älter waren als er, mehr Berufserfahrung mitbrachten und bereits ihre eigenen bewährten Führungsstile entwickelt hatten.

Fragen und Herausforderungen

„Müssen diese überhaupt geführt werden?“, fragte er mich skeptisch. „Und wenn ja – wie führt man eigentlich Führungskräfte? Auf was muss ich achten? Welche Fehler sollte ich nicht machen? Wie kriege ich diese Führungsprofis dazu, sich als Führungsteam zu formieren? Und was muss ich können, damit ich akzeptiert werde?“

Seine Fragen spiegelten die Unsicherheit wider, die viele Führungskräfte beim Übergang von der operativen zur strategischen Führungsebene erleben. In unserem Coaching-Prozess entwickelten wir gemeinsam Antworten auf diese fundamentalen Fragen.

*Name geändert


Die Herausforderung: Führen auf Augenhöhe

Wenn Sie als Führungskraft andere Führungskräfte leiten, befinden Sie sich in einer besonderen Situation. Sie führen Menschen, die selbst Führungsverantwortung tragen und über ausgeprägte Führungskompetenzen verfügen. Vielleicht sind Sie bereits auf der C-Ebene angekommen und haben Bereichsverantwortung für ein großes Führungsteam, das mit Ihnen gemeinsam die Strategie und das Personal weiterentwickelt.

Die Erwartungen Ihrer Manager und Managerinnen an Sie sind oft sehr hoch: Führungskräfte wünschen sich souveräne Vorgesetzte, die ihnen einerseits strategische Guidance geben, andererseits aber auch genügend Freiraum und Autonomie für die eigene Rollenausübung lassen. Nicht zuletzt erwarten sie ein gutes Coaching durch den eigenen Chef oder die Chefin.


Der Spagat zwischen Führung und Coaching

Doch wie gelingt es, als Vorgesetzter von Führungskräften einerseits Akzeptanz zu erhalten und andererseits das Führungsteam auszurichten? Wie zeigen Sie Ihre eigene Führung zielgerichtet und klar, geben aber gleichzeitig Ihren Führungskräften Raum für eigene Führungshandlungen und Ideen?

Die Antwort liegt in einem Verständnis von Führung, das die Rolle des Coaches integriert. Als Führungskraft von Führungskräften sind Sie nicht nur Vorgesetzter, sondern vor allem Entwickler, Strategiebegleiter und Sparringpartner.


Führungskraft als Coach: Wer nicht zuhören kann, kann weder führen noch coachen.


Die vier Säulen erfolgreicher Führungskräfteführung

1. Strategische Klarheit schaffen Ihre Führungskräfte erwarten von Ihnen eine klare strategische Ausrichtung. Sie wollen verstehen, wohin die Reise geht und welchen Beitrag sie zur Gesamtstrategie leisten sollen. Ihre Aufgabe ist es, den „großen Rahmen“ zu definieren und gleichzeitig genügend Gestaltungsraum zu lassen.

2. Entwicklungsorientiertes Coaching Führungskräfte wollen sich weiterentwickeln – auch und gerade die erfahrenen. Als ihr Coach fördern Sie ihre Führungskompetenzen systematisch und individuell. Dazu gehören:

  • Unternehmerisches Denken und Ergebnisorientierung
  • Veränderungsbereitschaft und Innovationsfähigkeit
  • Delegationsfähigkeit und Entscheidungsfreude
  • Eigenverantwortung und Teamstärkung

3. Vertrauen und Autonomie Erfahrene Führungskräfte benötigen Vertrauen und Handlungsspielräume. Micromanagement ist hier kontraproduktiv. Stattdessen schaffen Sie Rahmen, in denen sich Ihre Führungskräfte entfalten können, ohne die gemeinsamen Ziele aus den Augen zu verlieren.

4. Kommunikation und Partizipation Ihr Führungsteam erwartet von Ihnen einen modernen, kooperativen Führungsstil mit ausreichend Zeit und Raum für Partizipation und Kommunikation. Regelmäßige Führungsteam-Meetings, strategische Workshops und individuelle Gespräche sind unverzichtbar.


Die Führungskraft als Coach: Konkrete Handlungsfelder

Individuelle Entwicklungsgespräche

Führen Sie regelmäßige Coaching-Gespräche mit Ihren Führungskräften. Fokussieren Sie dabei nicht nur auf operative Themen, sondern auf deren persönliche und professionelle Weiterentwicklung. Hören Sie zu und fragen Sie nach Herausforderungen, Zielen und Unterstützungsbedarf.

Strategische Reflexion ermöglichen

Schaffen Sie Räume für strategische Reflexion. In einer schnelllebigen Geschäftswelt fehlt oft die Zeit, um über das Tagesgeschäft hinauszudenken. Als Coach helfen Sie Ihren Führungskräften dabei, strategisch zu denken und zu handeln.

Feedback-Kultur etablieren

Etablieren Sie eine offene Feedback-Kultur im Führungsteam. Ermutigen Sie zu 360-Grad-Feedback und seien Sie selbst Vorbild für konstruktive Rückmeldungen.

Netzwerke fördern

Unterstützen Sie Ihre Führungskräfte beim Aufbau interner und externer Netzwerke. Ermöglichen Sie Peer-Learning und den Austausch mit anderen Führungskräften.


Sparring oder Training gesucht für Ihre individuelle Führungssituation gesucht? Wir sind für Sie da.


Im nächsten Blog Artikel (coming soon) wird es um aktuelle Herausforderungen und Skills für das Führen und Coachen von Führungskräften gehen.

Führungskräfte stehen oft alleine dar – Sparring durch Business Coaching

Im ganzen Land stehen Leader vor tiefgreifenden Veränderungen: Wirtschaftskrise, Kriege, demografischer Wandel – alles das hat Einfluss auf den Arbeits- und Führungsalltag . Führungskräfte stehen oft alleine dar – Sparring durch Business Coaching sorgt für Abhilfe und neue Perspektiven. Die Redaktion sprach mit IPA Gründerin Ursula Vranken, Top Business Coach aus Köln.

Ursula, wie groß sind die Herausforderungen aktuell für Führungskräfte?

Immens! All das stellt Führungskräfte vor komplexe Aufgabenstellungen, bei denen mitunter schwierige Entscheidungen getroffen werden müssen. Hier geht es zum Beispiel darum, die Kommunikation im Team zu verändern und von top-down nach bottom-up umzukrempeln, während es dort darum geht, Konflikte im Team besser zu bewältigen oder auch das Team wieder raus aus dem Homeoffice zu kicken. Häufig sind erste Ideen auch schon da, aber manchmal fehlt einfach der neutrale Sparringspartner, der mit einem in Diskussion geht.

Brauchen Führungskräfte Sparringspartner?

Ja, unbedingt. Führungskräfte – gerade im Mittelmanagement- stehen häufig genug alleine dar und erleben selbst wenig bis gar keine Unterstützung durch ihre Führungskräfte. Sie haben viele Fragen und Unsicherheiten in der aktuellen Krisensituation und auch erfahrene Manager suchen neue Denkanstöße, Inspirationen oder Tipps für den Führungsalltag.  Sie schätzen das Gespräch mit einem vertrauenswürdigen Experten und ausgebildetem Business-Coach.

Welchen Mehrwert bietet ein Business- Coaching?

Wir als Business Coaches bringen Erfahrung aus zahlreichen Industrien und Projekten mit und helfen bei dem Blick über den Tellerrand.

Wir stellen auch die unbequemen Fragen, die manchmal weh tun können, aber dann zum Perspektivwechsel führen. Dadurch helfen wir unseren Kunden sich weiterzuentwickeln, Probleme aus einer neue Perspektive zu betrachten und  neue Lösungen zu finden. Insgesamt verbessert sich dadurch nicht nur das eigene Wohlbefinden als Führungskraft, sondern die Zusammenarbeit mit den Mitarbeitenden wir qualitativ besser.

Lange wurde Coaching Zeit in die Esoterik-Ecke gerückt. Hat sich das in den letzten Jahren gewandelt?

Ja, zum Glück für die Wirtschaft, möchte ich fast sagen. Gerade Jungmanager verbinden mit Business Coaching nicht mehr das Abbrennen von Räucherstäbchen und Psychospielchen. Das sind reine Klischees. Sie haben begriffen, dass es sich um wissenschaftlich fundierte Ansätze handelt, die nicht nur helfen, eigene Stärken und Schwächen zu entdecken, sondern auch schlummernde Innovationspotenziale wecken und insgesamt zu einem besseren Verständnis feinster Kollaborationsmechanismen führen.

Sparring durch Business Coaching

Wie muss man sich den Ablauf eines Business Coachings vorstellen?

Normalerweise ist der Ablauf wie folgt: Ein erstes Kennenlernen via Telefon oder Online-Chat , dann werden Ziele und Budget festlegt. Es folgen Sitzungen vor Ort oder virtuell.

Funktioniert Coaching denn auch wirklich online?

Ja, das klappt hervorragend. Ich selbst coache schon seit vielen Jahren online. Manche Klienten betreue ich sehr intensiv und das auch über die Jahre ausschließlich online. Wir treffen uns regelmäßig und darüber ist auch virtuell eine sehr gute Arbeitsbeziehung entstanden. Gerade während der Pandemie sind viele Skeptiker überzeugt worden und sind jetzt echt Fans des digitalen Coachings geworden, weil es unglaublich effizient ist.

Wie hoch ist der Aufwand für ein gutes Online-Coaching?

Generell sollten man in einem Rahmen von 6- 8 Kurz-Sessions denken. Das Prinzip: Der Coachee erhält zunächst einen Zeitrahmen von 60-90 Minuten pro Sitzung. Getroffen wird sich virtuell 14- tägig, gearbeitet wird entweder auf eine Coaching Plattform wie sharpist oder direkt auf Microsoft Teams, Skype oder Zoom.

Wie werden die Kunden- die Coachees – begleitet?

Die Ziele werden vor der ersten Session von Kunden online formuliert und bilden den Rahmen. Die Gespräche laufen meist super effizient, denn die Coachees bereiten sich auf die Meetings vor, indem sie Mikrotasks bearbeiten. So sieht man schnell Erfolge. Das ist es, was wir in Krisenzeiten brauchen! Schnelle, fokussierte und fundierte Ideen! Dafür ist Online-Coaching das perfekte Tool.

„Ich befürchte das eskaliert“ – Warum schwierige Gespräche in der Krise zur Führungsaufgabe Nummer eins werden

Ein Leitfaden für Führungskräfte in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten. Die aktuelle Realität: Schlechte Nachrichten gehören zum Führungsalltag, schwierige Gespräche sind an der Tagesordnung.

In der aktuell wirtschaftlich angespannten Lage müssen Führungskräfte immer öfter schlechte Nachrichten überbringen. „Ich befürchte das eskaliert“ – diesen Satz höre ich dabei erschreckend oft. Als Coach berate ich immer mehr Führungskräfte, die vor diesen Situationen stehen und oft wochenlang Bauchschmerzen haben, solche Gespräche zu führen.

Schwierige Gespräche gehören zum New Normal

Personalabbau, Budgetkürzungen, Standortschließungen und verschärfte Leistungsanforderungen prägen den Führungsalltag 2025. Was früher die Ausnahme war, wird zur Regel. Doch viele Führungskräfte wurden nie systematisch auf diese kritischen Gespräche vorbereitet.

Und wie fühlt sich das an?

📌 Allein gelassen: Viele Führungskräfte wurden nie systematisch auf diese kritischen Momente vorbereitet und müssen Entscheidungen verkünden, die sie selbst nicht getroffen haben.

📌 Untrainiert: Die meisten haben noch nie Kündigungsgespräche oder kritische Beurteilungsgespräche führen müssen, die für den anderen bedeuten: deine Karriere ist bei uns zu Ende.

📌 Hilflos: Es fehlt ihnen die Kommunikationskompetenz oder das Wissen um die Psychologie solcher Gespräche.

Warum scheitern schwierige Gespräche so oft?


Das A und O schwieriger Gespräche liegt nicht in perfekten Formulierungen, sondern in der richtigen Haltung und dem Verständnis für die emotionalen Prozesse des Gegenübers.


Die häufigsten Denkfehler bei schwierigen Gesprächen

• „Wenn ich es nett verpacke, tut es weniger weh“ – Der Versuch, schlechte Nachrichten zu beschönigen, führt meist zu Verwirrung und Vertrauensverlust

• „Ich muss mich rechtfertigen und alles erklären“ – Führungskräfte verlieren sich in endlosen Begründungen statt klar zu kommunizieren

• „Emotionen haben hier keinen Platz“ – Die Unterdrückung emotionaler Reaktionen verstärkt oft den Konflikt.

Die Vermeidungsfalle – Schlechte Nachrichten Gespräch

Viele Manager schieben das „Schlechte-Nachrichten-Gespräch“ wochenlang vor sich her – bis es eskaliert. Diese Vermeidungshaltung verstärkt das Problem:

• Gerüchte entstehen und verunsichern das gesamte Team • Vertrauen schwindet bei mangelnder Transparenz.

• Die eigene Glaubwürdigkeit leidet nachhaltig.

Was passiert im Gegenüber? Das 5-Phasen-Modell

Ein Schlüssel zum erfolgreichen Führen schwieriger Gespräche liegt im Verstehen der psychologischen Prozesse, die der Betroffene durchläuft. Das Kübler-Ross-Modell erklärt auch die Reaktionen auf berufliche „Verluste“:

  1. Schock und Leugnung – „Das kann nicht stimmen“, „Da muss ein Fehler vorliegen“
  2. Wut und Vorwürfe – „Das ist unfair“, „Sie haben mich nie unterstützt“
  3. Verhandeln und Hoffen – „Können wir nicht eine andere Lösung finden?“
  4. Trauer und Niedergeschlagenheit – Resignation, Rückzug, emotionale Verletzung
  5. Akzeptanz und Neuorientierung – „Was sind meine nächsten Schritte?“

Wichtig: Menschen durchlaufen diese Phasen unterschiedlich schnell und nicht immer in fester Reihenfolge.

Praktische Anwendung für Führungskräfte

Das Modell hilft Ihnen in der Vorbereitung und deswegen beachten Sie bitte:

  • Reaktionen des Betroffenen richtig einordnen und nicht persönlich nehmen.
  • Geduld entwickeln für den Verarbeitungsprozess des Gegenübers.
  • Angemessen reagieren je nach Phase, in der sich der/die Betroffene befindet.
  • Realistische Erwartungen an den Gesprächsverlauf entwickeln.

Die Grundprinzipien erfolgreicher schwieriger Gespräche

Das A und O schwieriger Gespräche liegt nicht in perfekten Formulierungen, sondern in der richtigen Haltung und dem Verständnis für die emotionalen Prozesse des Gegenübers. Wenn Sie die Psychologie ihres Gegenübers besser verstehen, können Sie professioneller mit den verschiedenen Reaktionen umgehen.

Häufige Fehler vermeiden

Diese größten No-Gos sollten Sie bei schwierigen Mitarbeiter Gesprächen auf jeden Fall vermeiden:

  • Sandwich-Methode verwenden – Schlechte Nachrichten zwischen Positives packen verwirrt nur
  • Zu viele Begründungen – Rechtfertigungen schwächen die Botschaft
  • Emotionale Ansteckung – Selbst wütend oder defensiv werden
  • Vorzeitige Lösungsvorschläge – Den Verarbeitungsprozess überspringen wollen
  • Falsche Versprechungen – Um das Gespräch schnell zu beenden

Professionelle Haltung bewahren:

  • Denken Sie daran, Sie agieren in ihrer Führungsrolle – Nicht alles persönlich nehmen
  • Empathisch, aber klar auftreten
  • Grenzen ziehen bei respektlosem Verhalten – beenden Sie das Gespräch rechtzeitig
  • Mehrere Gespräche einplanen – Selten ist alles in einem Termin geklärt

Fazit: Schwierige Gespräche als Führungskompetenz

In wirtschaftlich herausfordernden Zeiten werden schwierige Gespräche zur Kernkompetenz von Führungskräften. Das Vermeiden oder unprofessionelle Führen solcher Gespräche schadet allen Beteiligten – dem Betroffenen, dem Team und der eigenen Glaubwürdigkeit.

Die gute Nachricht: Schwierige Gespräche lassen sich lernen und trainieren. Holen Sie sich Unterstützung. Mit der richtigen Struktur, dem Verständnis für psychologische Prozesse und einer professionellen Haltung können auch diese kritischen Momente zu einem Zeichen von Respekt und Führungsstärke werden.

Ehrliche, strukturierte Kommunikation ist kein Zeichen von Härte – sondern von Respekt gegenüber allen Beteiligten.


Die 5 häufigsten Fehler der Führungs-Rookies. Vom Kollegen zum Chef.

Neue Führungskräfte aufgepasst! Die 5 häufigsten Fehler der Führungs-Rookies.

Wir alle machen mal Fehler. Das ist normal. Aber es gibt ein paar Fehler, die besonders häufig von jungen Führungskräften gemacht werden. Ich möchte Euch gerne die fünf häufigsten Rookie-Fehler vorstellen und wie Ihr diese vermeiden könnt.

1. Vom Hochmut zur Demut: Die Gefahr der Selbstüberschätzung in der Führung“

2. Visionär oder Verirrt? Die Bedeutung einer klaren Führungsvision“

3. Freundelwirtschaft in der Führung: Warum die Besten gewinnen sollten, nicht die Bekannten

4. Das ungenutzte Potenzial: Wie Coaching und Mentoring Führungskräfte stärken

5. Geduld ist eine Tugend: Die Risiken von überstürzten Entscheidungen in der Führung

Vom Hochmut zur Demut: Die Gefahr der Selbstüberschätzung in der neuen Rolle

Du bist voller Motivation, gleich loszulegen und alles in deinem neuen Job zu verändern und zu verbessern – das ist nur zu verständlich. Aber eines solltest du nie vergessen: Gerade, wenn du zum ersten Mal eine Führungsposition übernimmst, steckt der Teufel im Detail.

Du wirst mit vielen neuen Aufgaben und vor allem diversen Erwartungen von Kollegen und Vorgesetzten konfrontiert. Nicht zuletzt hast Du wahrscheinlich selbst die höchsten Erwartungen an Dich und möchtest alles richtig machen.

Ich rate Dir genügend Zeit zu nehmen, um in deine neue Rolle hineinzuwachsen. Verzichte zunächst auf große Ankündigungen und Versprechungen. Verschaffe Dir erst einmal einen Überblick über die Abteilung und das Team.

Aktionismus ist in der Anfangsphase eher kontraproduktiv und führt zu Fehlern. Gönne dir deshalb eine Einarbeitungszeit von 100 Tagen, in der du dich bewusst umschaust, mit den Menschen sprichst, zuhörst und dir einen Überblick über die anstehenden Herausforderungen verschaffst.

Visionär oder Verirrt? Die Bedeutung einer klaren Führungsvision

Auch wenn es nach einem „theoretischen“ Umweg klingt: Du musst dir gleich am Anfang eine eigene Führungsvision erarbeiten.  Wir nennen das ein Manager-Manifesto.

So findest Du heraus, was Dich als Führungskraft antreibt, wohin Du willst und wie Dein persönlicher Führungsstil aussehen soll. Du solltest nicht unterschätzen, wie wichtig es ist, Richtung und Fokus Deiner zukünftigen Führungsarbeit zu definieren und Dich als Führungspersönlichkeit zu erfinden. Das Manager Manifesto ist nicht nur für Dich wichtig, sondern dient auch im zweiten Schritt dazu, mit Deinem Team in die Kommunikation zu gehen. Deine Vision hilft, Vertrauen und Glaubwürdigkeit aufzubauen, und ist die Basis für eine gemeinsame Detailierung im Team.

Und last but not least:

Deine Vision sorgt für klare Orientierung und hilft dabei, Prioritäten zu setzen. Sie stellt sicher, dass ihr gemeinsam im Team auf das gleiche Ziel hinarbeitet.

Freundelwirtschaft in der Führung: Warum die Besten gewinnen sollten, nicht die Bekannten

Ich empfehle Dir, am Anfang nicht ausschließlich auf die „alten“ Kollegen und Freunde, die Best Buddies, zu setzen oder sich zu stark von ihnen abhängig zu machen. Dies könnte bei den neuen Teammitgliedern das Gefühl von Ausgeschlossenheit hervorrufen und das Team schnell spalten und zu Konflikten führen.

Als Führungskraft ist es Deine Aufgabe alle Teammitglieder gleichwertig und unvoreingenommen zu behandeln.

Verschaffe Dir einen Überblick über die Stärken und Kompetenzen Deiner Teammitglieder und habe ein offenes Ohr für ihre Anliegen und Themen.

Delegiere Aufgaben und Projekte frühzeitig, plane genügend Feedbackschleifen ein und vertraue deinem Team. Das fördert nicht nur die Effizienz, sondern auch die Teamentwicklung.

Das ungenutzte Potenzial: Wie Coaching und Mentoring Führungskräfte stärken

Ohne ein realistisches Bild Deiner Fähigkeiten und Grenzen, kannst Du nicht effektiv an Deiner Weiterentwicklung als Führungskraft arbeiten.

Coaching fördert Deine Selbstreflexion und hilft Dir Deine eigenen Stärken und Besonderheiten besser zu verstehen. Ein IPA- Führungstraining gibt Dir einen schnellen und umfassenden Einblick in alle wichtigen Führungsthemen.

Gerade am Anfang wirst Du mit vielen Fragen und Themen konfrontiert, die für Dich neu sind und bei denen es Sinn macht, sich mit einem erfahrenen internen oder externen Coach auszutauschen. Du solltest Dir auch unbedingt regelmäßig Feedback von Deiner Führungskraft einholen.

Mache Dir immer klar, Führung heißt nicht alles alleine und besser zu können, sondern sich mit den besten Menschen, Mentoren und Förderern zu umgeben, die Dich dabei unterstützen, die Führungskraft zu werden, die Du sein willst.  

Geduld ist eine Tugend: Die Risiken von überstürzten Entscheidungen in der Anfangsphase

Lass Dich zu Beginn nicht zu übereilten Entscheidungen verleiten. Nimm Dir Zeit zum gründlichen Überlegen und kritischen Hinterfragen von Argumenten und Ansichten. Auch wenn die verlockenden „Quick Wins“ oft attraktiv erscheinen, bergen sie das Risiko von Trugschlüssen. Es ist möglich, dass Du nicht alle wichtigen Faktoren bedacht hast, was zu Fehlurteilen und weniger optimalen Ergebnissen führt.

Übereilte Entscheidungen, die Du im Alleingang triffst, untergraben das Vertrauen und die Moral Deines Teams. Teammitglieder fühlen sich übergangen oder zweifeln Deine Entscheidungen an. Beides führt zu unnötigem Unmut.

Besser ist es, vor einer Entscheidung das Feedback Deines Teams einzuholen, um seine Sichtweisen zu berücksichtigen. Das kann zu neuen Ideen und Lösungen führen, die Du vielleicht allein nicht in Betracht gezogen hättest. Und das Gute daran ist:  Eine gemeinsam getroffene Entscheidung führt dazu, dass Dein 100% hinter Dir und der Entscheidung steht. Was willst Du mehr?!

Noch Fragen? Du möchtest ein Business Coaching ausprobieren? Dann melde Dich gerne beim IPA- Team.

Mehr Infos:

„Das tue ich mir nicht mehr an“ – Goodbye Führungsrolle.

„Das tue ich mir nicht mehr an“ – Goodbye Führungsrolle

Diesen Satz höre ich immer öfter – und er hallt nach. Immer mehr erfahrene Führungskräfte kehren ihrer Position den Rücken, suchen die zweite Reihe oder orientieren sich in Richtung Fachkarriere. Eine nachvollziehbare Entscheidung, die gerade gestandenen Managern/innen in ihren letzten Berufsjahren neue Perspektiven eröffnen kann.

Frustration nimmt zu

Was mich aber wirklich beunruhigt, ist die Frustration, die oft mit dieser Entscheidung einhergeht. Führungskräfte – vom C-Level-Manager über die HR-Entscheiderinn bis hin zur Teamleitung – erleben derzeit einen spürbaren Verlust an Selbstwirksamkeit. Zunehmende Fremdsteuerung und enormer ökonomischer Druck setzen den Führungskräften zu.

Strategische Initiativen, in die sie jahrelang Herzblut und Energie gesteckt haben – wie zum Beispiel wichtige Diversity & Inclusion-Maßnahmen – werden von oben kassiert, weil politische Entscheidungen in Übersee alles ändern. Und dann folgen weitere unpopuläre Entscheidungen: Personalabbau, Werksschließungen, die nicht nur die Belegschaft verunsichern. Gerade das mittlere Management gerät ins Visier, wie das Beispiel Amazon zeigt, die einen massiven Abbau der MiddleManager ankündigen.

Wer will noch Führungkraft werden?

Ist es da verwunderlich, dass es immer schwieriger wird, neue Führungstalente zu gewinnen? Die Argumente vieler gegen eine Führungsrolle sind klar:

  1. Zuviel Druck und Verantwortung
    Führungskräfte stehen oft unter enormem Stress, müssen schwierige Entscheidungen treffen und sind für das Wohlbefinden sowie die Leistung ihres Teams verantwortlich.
  1. Zu wenig New Work und Work Life Balance 
    Nicht nur die jüngeren Generationen legen mehr Wert auf Work-Life-Balance und persönliche Erfüllung als auf Karriere und Status.
  1. Keine Lust auf ständige Erreichbarkeit
    Die Erwartung, rund um die Uhr verfügbar zu sein, schreckt viele ab. Besonders in einer digitalen Welt, in der Arbeit und Freizeit zunehmend verschwimmen.
  1. Fehlende Wertschätzung und finanzielle Kompensation für das Zusatzengagement.
    Viele Führungskräfte fühlen sich nicht ausreichend anerkannt oder unterstützt. Stattdessen erleben sie oft Kritik und hohen Erwartungsdruck.
  1. Strukturelle Probleme in Unternehmen
    Traditionelle Führungsmodelle sind oft nicht mehr zeitgemäß. Starre Hierarchien und ineffiziente Prozesse machen Führungsrollen unattraktiv.

Was müssen wir tun, um gegenzusteuern?

Unternehmen müssen Führung neu denken! Das bedeutet mehr Unterstützung für Führungskräfte, klare Strukturen, die Orientierung bieten, und vor allem eine Unternehmenskultur, die Führungskräfte nicht überfordert, sondern stärkt und befähigt.

Das beinhaltet für mich konkret:

  • Entlastung im operativen Geschäft: Führungskräfte brauchen Zeit für strategische Aufgaben und die Entwicklung ihrer Teams, nicht nur für das Abarbeiten von Tagesgeschäft.
  • Klare Verantwortlichkeiten und Entscheidungsprozesse: Wer entscheidet was? Transparenz schafft Sicherheit und reduziert Frustration.
  • Investition in die Entwicklung von Führungskompetenzen: Kontinuierliches Lernen und Coaching sind unerlässlich, um den komplexen Anforderungen gerecht zu werden.
  • Eine Kultur der Wertschätzung: Anerkennung für das Engagement und die Leistung von Führungskräften muss gelebt werden – nicht nur in Worten, sondern auch in Taten und der Vergütung.
  • Förderung von New Work und Work-Life-Balance: Auch Führungskräfte brauchen flexible Arbeitsmodelle und Zeit für ihr Privatleben, um langfristig leistungsfähig und motiviert zu bleiben.

Weckruf: Wir müssen dringend gegensteuern!

Der aktuelle Trend zum Rückzug aus der Führungsverantwortung ist für mich ein Alarmsignal. Wenn wir nicht gegensteuern, riskieren wir einen Mangel an qualifizierten Führungskräften und eine Schwächung der gesamten Wirtschaft. Ohne Führungstalente und Führungspersönlichkeiten sind Wachstum und Wohlstand nicht zu sichern.

Was meint Ihr? Was brauchtet Ihr, um euch für eine Führungsrolle zu entscheiden? Was sind eure Erfahrungen und Lösungsansätze?

Noch mehr Tipps:

Erschöpfte Führungskräfte

Erschöpfte Führungskräfte als unterschätztes Business-Risiko.

Die aktuellen Zahlen aus Deutschland sind alarmierend und bestätigen, was viele von uns beobachten: Stress am Arbeitsplatz ist längst kein individuelles Problem mehr, sondern ein gravierendes Business-Risiko, das wir uns nicht leisten sollten.

Eine Befragung von Civey zeichnet ein deutliches Bild der Erschöpfung unter Führungskräften: rund zwei Drittel (61,6%) fühlen sich ausgebrannt. Besonders betroffen sind dabei Frauen (65%) und jüngere Führungskräfte zwischen 30 und 39 Jahren (erschreckende 72%).

Die Folgen dieser Entwicklung sind gravierend:

  • Psychische Belastung eskaliert: Chronischer Stress ist ein Nährboden für Burn-out, Depressionen und Angststörungen – nicht nur in den Teams, sondern auch an deren Spitze.
  • Produktivität leidet: Erschöpfte Führungskräfte können ihre Teams negativ beeinflussen und in eine Abwärtsspirale ziehen. Die Folge sind weniger leistungsfähige, fehleranfälligere und häufiger fehlende Mitarbeitende – ein immenser Kostenfaktor.
  • Langfristige Gesundheit gefährdet: Von Kopfschmerzen bis zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen – Stress schadet der Gesundheit und damit nachhaltig der Leistungsfähigkeit des gesamten Unternehmens.

Lösungsansätze für eine nachhaltige Führung:

Es ist höchste Zeit, dass Führungskräfte dieses Thema nicht nur für ihre Teams, sondern vor allem für sich selbst ernst nehmen. Wie wollen wir Höchstleistungen erwarten, wenn wir selbst am Limit agieren?

Hier sind drei essenzielle Strategien, um den Druck zu reduzieren und die Führungsfähigkeit zu stärken:

  1. Eigene Stressbewältigung als Führungsstärke: Selbstfürsorge ist kein Luxus, sondern eine fundamentale Kompetenz starker Führung. Wer die eigenen Ressourcen managt, kann auch andere effektiv führen.
  2. Geteilte Führung als Entlastung und Chance: Professor Thomas Wilhelm von der SDI Hochschule München betont: „Wer Führung teilt, entlastet nicht nur sich selbst, sondern fördert auch die Einsatzbereitschaft und die Entwicklungsmöglichkeiten im Team.“ Geteilte Verantwortung kann ein Schlüssel zur nachhaltigen Entlastung sein.
  3. Professionelle Unterstützung im Umgang mit Führungsverantwortung: Die Verantwortung für Leistung, Entwicklung und Wohlbefinden der Mitarbeitenden ist anspruchsvoll. Gerade im Umgang mit Konflikten, der Motivation von Teams und schwierigen Personalentscheidungen kann die enge Zusammenarbeit mit einem Business Coach wertvolle Strategien und Perspektiven eröffnen.

Werden Sie sich Ihrer individuellen Stressoren bewusst und entwickeln Sie wirksame Resilienzstrategien. Nur so schaffen Sie:

  • Ein gesundes und leistungsstarkes Arbeitsumfeld.
  • Ein Vorbild für eine Kultur des Wohlbefindens.
  • Ihre eigene langfristige Leistungsfähigkeit und fundierte Entscheidungsfindung.

Meine persönliche Erfahrung als Business Coach und neuerdings auch ausgebildete Stressregulationstherapeutin hat mir die tiefgreifenden Zusammenhänge zwischen Stress und Führungsfähigkeit verdeutlicht. Im Rahmen meiner Beratung unterstütze ich Sie und Ihre Führungskräfte dabei, nachhaltige Strategien zur Stressbewältigung zu entwickeln und so Ihre Führungsstärke und den Unternehmenserfolg langfristig zu sichern. Hier können Sie Ihre vertrauliche Anfrage stellen.

Lassen Sie uns gemeinsam eine Arbeitswelt gestalten, in der Erfolg und Gesundheit Hand in Hand gehen.

Mehr Lesestoff:

Business Coaching: 5 Gründe, warum es sich lohnt

Business Coaching kann einen erheblichen Mehrwert für Führungskräfte, aber auch Fachexperten, bieten. Hier sind die fünf wichtigsten Punkte, die zeigen, warum Business Coaching so wertvoll ist:

1. Empowerment und Selbstbewusstsein: Ein gezieltes und professionelles Coaching gibt dir als Fach- oder Führungskraft das nötige Empowerment, um selbstbewusst aufzutreten und deine Ziele zu setzen und zu erreichen.

2. Qualität und Professionalität: Ein erfahrener Business Coach bringt Praxiswissen und Branchenexpertise mit und sorgt für echte Umsetzungstipps.

3. Mehrwert für die tägliche Praxis: Ein gutes Coaching sollte dem Coachee einen echten Mehrwert für seine tägliche (Führungs-) Praxis bieten. Egal ob virtuell oder persönlich, Ziel ist es, die Fähigkeiten und Kompetenzen der Coachees zu stärken und sie auf ihrem beruflichen Weg zu unterstützen.

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Beim Business Coaching stehen berufliche Themen im Vordergrund. Ziel ist es, Menschen in ihrer beruflichen Entwicklung zu begleiten und ihnen zu helfen, ihre Stärken und Fähigkeiten zu erkennen und zu nutzen, um nachhaltig erfolgreich zu sein und ihre berufliche Tätigkeit als erfüllend zu erleben.

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4. Wertschätzung und Gehalt: Das Thema „Wertschätzung am Arbeitsplatz“ hat eine neue Brisanz bekommen. Coaching kann helfen, die eigenen Leistungen ins rechte Licht zu rücken und konstruktive Wege zu finden, um Karriere- oder Gehaltsfragen anzusprechen. Ein besseres Einkommen kann ein Nebenprodukt einer guten Beratung sein.

5. Arbeitszufriedenheit und Problemlösung: Coaching bietet die Möglichkeit, Probleme zu reflektieren, zu strukturieren und Lösungen zu finden. Ein gestärktes Selbstbewusstsein und eine klare Kommunikation können dazu beitragen, die Arbeitszufriedenheit zu erhöhen.

Mehr Tipps zum Business Coaching findet Ihr hier.