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Durchstarten statt Frührente- Stand.Punkt

Trotz zunehmender Not an Fachkräften in Deutschland, bis 2035 fehlen sieben Millionen Arbeitskräfte, schicken Unternehmen ältere Mitarbeitende in Frührente, anstatt ihre Erfahrung zu nutzen und sie stärker einzubinden.

Warum das ein Fehler ist:

  • Wir brauchen heute und in Zukunft diverse Teams in den Unternehmen, um das Wissen aller Generationen für die beste Lösung zu generieren.
  • Jugendliche Neugier und langjährige Berufserfahrung müssen eine Liaison eingehen, damit kreative, aber auch nachhaltige Geschäftsideen entstehen.
  • Keine Generation hat das alleinige Know-how für eine komplexe Welt. Wissen teilen ist besser, als Macht horten und gemeinsam experimentieren macht mehr Spaß als gegeneinander zu kämpfen.

7 Gründe, die für die Silver Ager sprechen:

  • Fachwissen und Führungserfahrung sind ihr dickstes Pfund.
  • Ältere Arbeitnehmer bringen Verantwortungsbewusstsein, Zuverlässigkeit und Leistungsbereitschaft mit.
  • Disziplin und Durchhaltevermögen zeigen Sie auch in turbulenten Zeiten.
  • Sie sind krisenerprobt und behalten auch in hektischen Zeiten die Ruhe.
  • Sie verfügen oft über wertvolle Kunden- und Lieferantennetzwerke, die Gold wert sind.
  • Viele sind reif für eine zweite Karriere. Der Kampf um Ansehen, mehr Macht und Hierarchien ist für sie nicht mehr so spannend, es geht um die Sache!
  • Sie sind offen für neue Themen und haben, weitgehend unabhängig von familiären Verpflichtungen, Zeit und Interesse an neuen Projekten.

7 Ideen für attraktive Angbote

Schaffen Sie neue, zielgruppenspezifische Angebote für die Silver Ager, wie zum Beispiel:

  • Individualisierung, Verkürzung oder Flexibilisierung der Arbeitszeit.
  • Gegebenenfalls das Arbeitsumfeld von erfahrenen Fachkräften „entrümpeln“ und sie von bürokratischem Ballast befreien, damit sie sich auf ihre Kernkompetenzen konzentrieren können.
  • Erfahrenen Arbeitnehmern konkrete Angebote für Projektarbeit oder Beratungstätigkeiten offerieren, die einen „Ausstieg aus dem Hamsterrad“ ermöglichen.
  • Altersgemischte Teams bilden und ggf. moderieren lassen, um gegenseitig von Wissen und Erfahrung zu profitieren.
  • Reverse Mentoring, bei dem Jüngere Ältere zu bestimmten Themen coachen, kann sehr hilfreich sein, um den Austausch zwischen den Generationen zu fördern.
  • Ehemalige Mitarbeitende als Senior Experten „zurückholen“ und ihr über Jahre gesammeltes Fachwissen als Ausbilderinnen und Ausbilder an jüngere Kolleginnen und Kollegen weitergeben.
  • Ein gutes betriebliches Gesundheitsmanagement hilft, nicht nur den Silver Agern, fit und gesund zu bleiben.

Und selbstverständlich gilt natürlich auf für die Gruppe der erfahrenen und älteren Arbeitnehmer*innen die Pflicht zum lebenslangen Lernen. Wie Sie Ihre Lernagilität aufrecht erhalten lesen Sie hier.

Für mehr mehr Infos und Beratungsunterstützung für Ihre Personal- und Talentwicklung, nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf, wir finden Ideen und Lösungen für Ihr Unternehmen.

Noch mehr zum Thema:

Lernagilität Der Treibstoff für Ihre Karriere

In einer Welt, die sich unaufhörlich wandelt, ist Lernagilität keine Option, sondern eine zwingende Notwendigkeit – dies gilt insbesondere für Sie als Führungskraft, Entscheidungsträgerin und Entscheidungsträger. Neuste Studien zeigen, dass KI auch zunehmend Manager- und Expertenjobs ersetzen kann und sich dadurch Aufgagen und Rollen verändern werden.

Selbstreflexion – Lernbilanz

Darf ich Ihnen daher einige Fragen zur Selbstreflexion stellen?

Wann haben Sie sich das letzte Mal einer neuen Lernherausforderung gestellt? Wie steht es um ihre KI-Kenntnisse? Wann sind Sie zuletzt aus Ihrer Komfortzone herausgetreten, um neue Fähigkeiten zu erlernen und sich persönlich weiterzuentwickeln? Sind Sie mit Ihrer persönlichen Lern- und Weiterbildungsbilanz des letzten Jahres zufrieden?

Es ist möglich, dass Sie, wie viele andere auch, aufgrund von Zeitmangel bestimmte Lern-Projekte immer wieder verschoben haben. Doch wir alle wissen, dass kontinuierliche Weiterbildung unerlässlich ist, um in der sich ständig verändernden Arbeitswelt mithalten zu können – und dies betrifft jede Generation, sei es die Babyboomer, Gen Z oder Gen Y.

Fachkräftemangel vs. Stellenabbau: Ein Paradoxon des modernen Arbeitsmarktes

Immer mehr Unternehmen geraten derzeit ins Straucheln. Continental, Bayer, Bosch, SAP und ZF berichten von Umstrukturierungen und Stellenabbau. Thomas Schäfer, Chef der Marke Volkswagen Pkw, räumt im NDR-Interview ein: „Mit vielen unserer bisherigen Strukturen, Prozessen und hohen Kosten sind wir als Marke VW nicht mehr wettbewerbsfähig.“

Niemand ist sicher – Restrukturierungen auf allen Ebenen  

Beim Pharmariesen Bayer werden die Führungsebenen radikal reduziert. Bei SAP ist von einem Restrukturierungsprogramm die Rede, bei dem 8000 Stellen abgebaut werden sollen. SAP will mit Investitionen in KI und einem „Freiwilligenprogramm für interne Umschulungen“, die schlimmsten Folgen abmildern. 

Das Thema KI verändert zusätzlich den Arbeitsmarkt. Die Netzökonom Holger Schmidt stellt fest, dass generative KI zunehmend auch hoch qualifizierte Arbeit erledigen kann. Damit steigt das Potential, von der Technik ersetzt zu werden auch für Akademiker und Fachexperten. Das gilt für Journalisten, Manager und Softwareentwickler gleichermaßen.

Während also an der einen Stelle der Organisation abgebaut wird, werden an anderer Stelle Menschen mit neuen oder anderen Fähigkeiten händeringend gesucht. Alexander Burstedde, Ökonom für Fachkräftesicherung am IW in Köln, beschreibt dies wie folgt:  

„Für den Arbeitsmarkt ist ganz entscheidend, was die Menschen können. Wir haben Fachkräftemangel, weil Menschen nicht die Fähigkeiten haben, die die Unternehmen brauchen.“

Employability: die Kompetenz der Zukunft

Weiterbildung ist in diesem Umfeld nicht mehr nur ein Beiwerk, sondern der Schlüssel für Ihre Zukunftsfähigkeit.

Es geht nicht nur darum, einen Arbeitsplatz zu haben, sondern auch darum, die eigene „Beschäftigungsfähigkeit, auch „Employability genannt, zu sichern.

Damit ist die Fähigkeit gemeint, Kompetenzen anzupassen und einzusetzen, um auf dem Arbeitsmarkt bestehen zu können.

Lernagilität Der Treibstoff für Ihre Karriere

Wer die Trends von morgen verstehen will, muss also heute agil und lernbereit sein.

Bleiben Sie neugierig und wissbegierig! Trainieren Sie Ihre Lernmuskeln, denn das ist es, was Lernagilität ausmacht. So bleiben Sie fit für die Zukunft.

Ihr Nutzen: Nicht zuletzt bietet Ihnen kontinuierliche Weiterbildung die Möglichkeit zur persönlichen und beruflichen Weiterentwicklung. Sie können neue Fähigkeiten erlernen, Ihre eigenen Stärken und Schwächen reflektieren und Ihre Karriereziele klarer definieren. Dies stärkt nicht nur Ihre Führungskompetenzen, sondern fördert auch Ihre Zufriedenheit und Erfüllung im Beruf.

Tipps – Lernagilität auf drei Ebenen

Ich schlage Ihnen deswegen drei Ebenen der Weiterbildung für das Jahr 2024 vor.

  • Auf Unternehmensebene: Investieren Sie in neue Technologien wie KI und die entsprechende Qualifizierung. (Nur jedes achte Unternehmen fördert bislang KI-Kenntnisse seiner Beschäftigten).
  • Schaffen Sie eine Kultur des kontinuierlichen Lernens. Als Führungskraft sind Sie das Vorbild – bleiben Sie fachlich und persönlich fit durch Trainings und Coachings. Inspirieren Sie Ihre Mitarbeitenden, indem Sie den Wert des lebenslangen Lernens vorleben.
  • Auf beruflicher Ebene: Ergreifen Sie die Initiative. Warten Sie nicht darauf, dass Ihr Arbeitgeber Weiterbildungsmaßnahmen anbietet. Nutzen Sie die Ressourcen des Internets sowie von Arbeitgeber- und Berufsververbänden, um bezahlbare Weiterbildungen zu finden, die Sie auch privat finanzieren können.
  • Auf privater Ebene: Beleben Sie alte Hobbys neu oder entdecken Sie neue. Buchen Sie Kurse oder lernen Sie selbstständig mit Online-Ressourcen. Lernen macht Spaß, besonders wenn Sie es mit Familie, Freunden oder Kollegen teilen können.

Lassen Sie uns gemeinsam die Zukunft gestalten – mit Neugier, Engagement und dem Mut, Neues zu lernen. Ich wünsche Ihnen einen inspirierenden Tag und viel Erfolg bei der Weiterentwicklung Ihrer Fähigkeiten.

Mit motivierenden Grüßen, Ihr Copilot für Führungserfolg Ursula Vranken

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