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Digital Leadership- mehr als Technik, Tools & Codes

Warum Digital Leadership mehr braucht als die Beherrschung von Technik.

Digitalisierung

Industrie 4.0, künstliche Intelligenz, Cloud Computing, das Internet der Dinge, 3D-Druck, Social Networking, Augmented Reality und Big Data zählen zu den zentralen Themen der digitalen Welt. Für den technischen Laien sind das oft Schlagwörter, die nicht selten Fragezeichen oder sogar Angst auslösen.

Auch könnte man den Eindruck gewinnen, die Digitalisierung sei eine rein technische Herausforderung und es brauche nur die richtigen Codes und Tricks um  der Sache Herr zu werden.

Aber natürlich ist es nicht so einfach!

Industrielle Revolution – Auswirkungen auf Arbeit und Führungskultur

Historisch gesehen befinden wir uns in Mitten einer industriellen Revolution, deren Ergebnis wir heute nur in Umrissen erkennen können. Ob zukünftig Maschinen die Menschen in den Unternehmen komplett ersetzen werden, ist zu mindestens heute fraglich, aber auch nicht ausgeschlossen.

Sicher ist aber auf jeden Fall, dass die Digitalisierung massive Auswirkungen auf die Zukunft der Arbeit und damit auch auf die Führungskultur haben wird.

Digitalisierung bedroht Arbeitsplätze und schafft neue Jobs zugleich

Laut Studien des Digitalverbands Bitkom erwarten zwei Drittel bis drei Viertel der Unternehmen, dass es künftig mehr spezialisierte Tätigkeiten geben wird. Während an manchen Stellen Arbeitsplätze entfallen, entstehen in anderen Feldern neue Jobs und Herausforderungen. Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) geht davon aus, dass in Deutschland mit dem digitalen Wandel in der Produktion (Stichwort Industrie 4.0) rund 430.000 neue Stellen entstehen und gleichzeitig um die 490.000 Jobs verloren gehen.

Megatrends

Aber auch andere Megatrends, wie die fortschreitende Globalisierung, die demografische Entwicklung, gesellschaftlicher Wertewandel und völlig neue Geschäftsmodelle aus der Shared Economy (Uber, Airbnb) werfen bereits heute Ihre Schatten auf unsere Gesellschaft und verändern damit die Art des Zusammenlebens und der Zusammenarbeit nachhaltig.

Digitalisierung ist kein Fieber

Je mehr wir uns also mit den Themen der Digitalisierung beschäftigen, je deutlicher wird: Die Digitalisierung ist kein Fieber, das bald wieder vorbeigeht, sondern die zukünftige Basis für Produktivität, Fortschritt und die Wettbewerbsfähigkeit unserer Wirtschaft.

Neue Kompetenzprofile

Digitale Technologien verändern Aufgaben- und Kompetenzprofile sowie die Art miteinander zu kommunizieren. Dabei entstehen völlig neue Möglichkeiten der Kollaboration: einerseits zwischen Mensch und Maschine, andererseits auch zwischen Mensch und Mensch. Was für den einen ein Horrorszenario ist, ist für den anderen langersehnte Hoffnung, die möglichst schnell in Erfüllung gehen sollte.

Neuer Typ Mitarbeiter – Digital People 

Gleichzeitig gilt es eine Generation neuer selbstbewusster Arbeitnehmer an Board zu halten, für die das Schreckensszenario „Arbeitslosigkeit“ nicht mehr gilt und oftmals dem Freelancer- Job der Festanstellung den Vorzug gibt. Für sie muss Arbeit nicht nur Geld einbringen, sondern Sinn & Spaß machen. Dafür bringen sie Folgendes mit:

  • informelle, antiautoritäre Haltung
  • hohes Selbstvertrauen
  • Unabhängigkeit & Individualismus
  • Technologieaffinität – Digital Native
  • Social Networker – gut vernetzt und „always on“
  • Mehrsprachigkeit und Mobilität

Besonders junge Mitarbeiter stellen Hierarchien in Frage, akzeptieren Regeln nur , wenn sie Sinn machen und wollen wissen, welchen Mehrwert der eigene Chef ihnen bietet. Im sozialen Netzwerk holen sie sich Wissen, Rat und Feedback und klagen selbstverständlich Work Life Balance und Home Office ein.

Arbeit und Führung wird anders – Digital Leadership

Spätestens jetzt ahnen wir: Arbeit und Führung wird anders. Digital Leader müssen sich einerseits technisch up to date halten, um die neusten digitalen Trends und Geschäftsmodelle nicht zu verpassen. Gleichzeitig müssen sie eine moderne, offene Führungskultur etablieren und folgende Fragen beantworten.

 Selbst-Check

  • Wenn sich Abläufe, Prozesse oder sogar ganze Geschäftsmodelle plötzlich radikal durch Digitalisierung verändern, was heißt das für die Manager und Mitarbeiter meiner Organisation?
  • Wie fördern wir die Change- Fähigkeit und den Change-Willen von Mitarbeitern?
  • Welche Kultur und welche Werte tragen uns in die Zukunft, wie soll unsere kulturelle DNA aussehen?
  • Wie kommen wir in der digitalen Organisation zu neuen Einstellungen, neuen Erkenntnissen und vor allem auch zu guten und schnellen Entscheidungen?
  • Wie finden wir das richtige Maß von Be- und Entschleunigung?
  • Wie entwickle ich mein Team und mich selbst weiter – wie werde ich zum Digital Leader?

Digital Leader sind People Manager

Digital Leader greifen diese Fragen auf und entwickeln im Dialog und Diskurs mit ihren Teams Lösungsansätze. Sie schaffen Lern- und Experimentierräume für Mitarbeiter und treiben den digitalen Wandel mit neuen Konzepten der Führung voran. Sie verbinden Technik und Menschen zu einer sinnvollen Einheit und investieren in kluges People Management. Alles das will gerlernt werden – Digital Leader fallen nicht vom Himmel.

Digital Leader fallen nicht vom Himmel- Weiterbildung für Praktiker 

Deswegen empfehlen wir für Umsetzer und Praktiker die Ausbildung zum Digital Leader - effektiv und professionell die wichtigsten Leadership Skills trainieren. Hier gibt es mehr Infos.

Informiert bleiben 

Lesen Sie mehr zum Thema Digital Leadership in unserem gleichnamigen Institutsbrief, den Sie hier virensicher und kostenfrei Downloaden können.

 Digital Leadership

Sie suchen das persönliche Gespräch? Dann melden Sie sich bei uns- wir haben ein Ohr für Ihre Anliegen.

 

1 Antwort
  1. Schlebach Thomas
    Schlebach Thomas says:

    Ich sehe den Digital Leader zunächst als Social Worker oder “Sozialarbeiter”, der zwischen Bereichen mit unterschiedlichen Aufgaben positiv vermittelt.
    Beim zweiten durchlesen des Artikel kam mir spontan die Idee, dass vielleicht die Verantwortung beim Übergang von einem Bereich in den nächsten Bereich erstmal von einer Art Maschinen übernommen wird. Eine Maschine mit kognitiven Fähigkeiten die auf Grund ihrer Fähigkeiten viel schneller Zusammenhänge lernt, erkennt, bewertet und in andere Bereiche kommuniziert.

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