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Industrie 4.0 – Prof. Simon im Interview

Industrie 4.0 meint die Fusion von Produktionstechnik, Informationstechnologie und Internet. Unternehmen blicken euphorisch auf die sich bietenden Chancen, Mitarbeiter fürchten den Verlust ihrer Arbeitsplätze. Das IPA Institut sprach dazu mit dem Berater und Zukunftsforscher Prof. Dr. Walter Simon.

Herr Prof. Dr. Simon, welche Phasen der Industrialisierung unterscheidet man bis zur heute diskutierten Version 4.0?

Die erste industrielle Revolution hatte die Mechanik sowie die Dampf- und Wasserkraft zum Inhalt. Ihr folgten das Fließband und die Elektrizität. In den 1980er Jahren hielten programmierbare Maschinen Einzug in unsere Produktionsprozesse und nun eine das Internet nutzende Informationselektronik und Fertigungstechnik. Die Zahl 4.0 drückt diese Affinität zum Internet aus. Uns erwarten hochautomatisierte Fabriken und vernetzte Fertigungsstätten, in denen Produkte genauso auf den Kunden zugeschnitten werden wie früher beim Schreiner oder Schneider. Außerdem sich selbst steuernde und regulierende Maschinen, Betriebsmittel und Lagersysteme sowie eine hochflexible Produktion mit dezentraler Produktionssteuerung.

 

Also jede Menge Wachstumspotenzial für die Wirtschaft?

Es bieten sich vor allem Chancen für vielfältige Dienstleistungen, weil der Wandlungsprozess vom Produkthersteller hin zum produzierenden Dienstleister enorm beschleunigt wird. Denkbar wäre, dass Fabriken nicht mehr produktorientiert, etwa als Telefonfabrik gebaut werden, sondern als Anbieter verwandter Produktionstechnologien. Für die Herstellung verschiedener Produkte ließe sich das Werk jeweils schnell umrüsten. Das Wissen und Können, über das früher der schwäbische Metallfacharbeiter oder der Solinger Besteckmacher verfügten, geht auf IKT-Fertigungskomponenten über.

 

Es gibt unterschiedliche Meinungen, wie die Fabrik der Zukunft aussehen wird. Worauf sollten HR-Verantwortliche sich Ihrer Meinung nach einstellen?

In der Tat werden viele gravierende Veränderungen diskutiert. Ob und wann diese eintreten, ist schwer vorhersehbar. Manager und HR-Verantwortliche sollten besonders die folgenden Punkte im Blick behalten:

  • Industrie 4.0 wird eine permanente Beta-Version bleiben. Das bedeutet, dass Unternehmen sich auch in einer permanenten Situation des Change Managements befinden werden.
  • Die geschäftlichen Möglichkeiten der Industrie 4.0 liegen nicht nur im Produktivitätsfortschritt. Die neue Fertigungsgeneration bietet zudem die Chance für neue Geschäftsmodelle.
  • Insbesondere im IKT-Bereich wird sich eine Vielzahl neuer Dienstleistungsjobs entwickeln. Hier ist der größte Zuwachs zu erwarten, insbesondere im Softwarebereich. Wenn die virtuelle mit der realen Welt immer mehr verschmilzt, könnte die Datenverarbeitung als Sekundärmarkt fast wichtiger werden als der Primärmarkt selbst.

 

Viele Experten warnen heute schon vor der Vernichtung zahlreicher Arbeitsplätze durch die fortschreitende Digitalisierung. Droht uns die nächste Revolution im Arbeitsalltag?

Der Begriff Revolution klingt sehr brachial. Vielleicht sollte man den Buchstaben „R“ streichen, so dass „Evolution“ übrig bleibt. Nicht auszuschließen, dass im Zuge von Industrie 4.0 ein Produktivitätsfortschritt von 30% erreicht werden wird. Das bedeutet, dass menschliche durch maschinelle Arbeit massiv ersetzt wird und impliziert einen weiteren Rückgang des prozentualen Anteils der in der Industrie beschäftigten Menschen. Von 1991 bis 2007 fiel dieser Anteil bereits von 29 auf 20 %. Bis 2020 wird er Schätzungen zufolge nochmals um 5 Punkte sinken. Ohne Berücksichtigung weiterer, aus Industrie 4.0 resultierender, Zusatzeffekte.

 

Glauben Sie, dass dieser Prozess noch aufzuhalten ist?

Fast zeitgleich zu Beginn der Diskussion um Industrie 4.0 gaben zwei renommierte Arbeitsmarktforscher des Massachusetts Institute of Technology (MIT), McAfee und Erik Brynjolfson, ihre Untersuchungsergebnisse über den Zusammenhang von Digitalisierung und Arbeitsabbau bekannt: Sie kamen zu dem Ergebnis, dass die digitale Revolution mehr Jobs vernichten würde, als sie neue schaffe. Die Ökonomen warnten vor tektonischen Verschiebungen in der Arbeitswelt. Natürlich wissen die MIT-Forscher, dass die digitale Revolution weltweit neue Arbeitsplätze schuf. Jede Arbeit brachte neue Arbeit hervor. Aber was ist, wenn auch die neu geschaffene Arbeit größtenteils informatisiert und automatisiert verrichtet wird? Viele ITbasierte Tätigkeiten befassen sich letztendlich mit Algorithmen. Je nach dem Grad ihrer Strukturierung können solche Jobs auch von einer Maschine verrichtet werden. Die Liste der Tätigkeiten, in denen Maschinen besser sind als Menschen, wird immer länger. Der Kampf „Mensch gegen Technik“ könnte zugunsten der Technik entschieden werden.

 

 Über Walter Simon:

Prof. Dr. Walter Simon gilt als Querdenker unter Deutschlands Managementexperten. In über dreißig Berufsjahren trainierte er etwa 12.000 Manager, schrieb 200 Artikel und 20 Bücher zu gesellschafts- und personalpolitischen Themen. Seit 2002 leitet er das Corporate University Centers, Bad Nauheim und ist gefragter Kongressredner und Businessspeaker. Mehr Informationen zu seiner Arbeit auch auf virtual-uni.de

 

Weitere interessante Meinungen und Hintergründe zu den Auswirkungen von Industrie 4.0 lesen Sie im aktuellen IPA Institutsbrief.

Young people in the classroom

Anforderungen an die Führungskräfte in der digitalen Welt

Apps organisieren unseren Alltag, Maschinen übernehmen eigenständig ganze Produktionsprozesse, Teams leiten sich selbst – hat die gute alte Führung ausgedient? Weit gefehlt, ist sich Ursula Vranken, Expertin für  Digital People Management, sicher. Und erklärt, warum.

 

Frau Vranken, wie verändern sich die Anforderungen an die Führungskräfte in der digitalen Welt?

Sie sind es, die für eine gelungene Kommunikation auf allen Ebenen verantwortlich sind und für eine Balance in den hochkomplexen technischen und sozialen Ökosystemen sorgen müssen. Coaching der Mitarbeiter, Feedback geben und individuelle Weiterentwicklungsmöglichkeiten aufzeigen, sind wesentliche Aufgaben des Managers 4.0. Eins ist auf jeden Fall klar: Der richtige Einsatz der besten Mitarbeiter, mit den richtigen Kompetenzen an der richtigen Stelle wird in der Fabrik der Zukunft eine Kernaufgabe des Managers sein.

Welche Kernkompetenzen brauchen Digital Leader?

Eine ganze Menge: Selbstreflexion, Selbstführung, Empathie und sehr gute Kommunikationsskills, insbesondere aktives Zuhören, gehören dazu. Leader müssen ihren Mitarbeitern auf Augenhöhe begegnen und die Teamperformance als Ganzes sicherstellen. Sicherheit im Umgang mit digitalen Medien und Technologien sind heute schon so gut wie selbstverständlich.

Niemand wird als Digital Leader geboren. Kann man Führung lernen?

Die Arbeit mit Menschen ist hochkomplex. Jeder weiß, wie schnell Missverständnisse durch Kommunikation entstehen und was passiert, wenn man eine schlechte Führungskraft hat. Meistens beklagen die Menschen nicht zu wenig Führung, sondern schlechte. Gute Führung aber kann man lernen. Hier haben wir in unserer Ausbildung zum Digital Leader einen Baukasten zusammengestellt, der hilft, sich in der Rolle als Führungskraft oder Projektleiter sicher zu fühlen und die richtigen Tools zu kennen.

Früher galt „Einmal Führungskraft immer Führungskraft“. Bleibt es dabei?

In Zukunft wird es viel mehr fluide Führungskonzepte geben, d.h. Arbeiten, Teams und Projekte werden sich immer wieder neu definieren und erfinden. Und so wird es auch nicht mehr DIE Führungskraft geben. Es kann also gut sein, dass ich einige Zeit eine verantwortungsvolle Position mit Personalführung habe, aber genauso gut im nächsten Jahr wieder „zurück in die Linie“ gehe und dort wichtige Aufgaben und Projekte übernehme. Führung ist in Zukunft noch mehr eine Frage, ob ich Menschen finde, die sich von mir führen lassen, weil sie es mir zutrauen – und weniger, weil ich den Titel habe oder dafür bezahlt werde.

Weitere interessante Meinungen und Hintergründe zu den Auswirkungen von Industrie 4.0 lesen Sie im aktuellen IPA Institutsbrief.

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Leadership in der Internetindustrie von zunehmender Bedeutung

Am 25. Juni hat der eco Verband der Internetwirtschaft die Gewinner gekürt: Mehr als 400 Gäste verfolgten in einer feierlichen Gala die Preisverleihung in insgesamt sieben Hauptkategorien, vier davon mit Unterkategorien. Neben dem Sonderpreis des Landes NRW für die digitale Wirtschaft wurde außerdem der EuroCloud Award verliehen.

In der Kategorie New Work war das IPA Institut mit dem Digital Leader Development Programm vertreten. Auch wenn es für den Sieg nicht gereicht hat – wir freuen uns riesig über den 2. Platz. Die Nominierung hat gezeigt, dass die Themen Führung und Leadership in der Internetbranche absolut angekommen sind. Und uns darin bestätigt, dass wir mit dem Programm eine passgenaue und innovative Weiterbildung zum Digital Leader entwickelt haben. Viele Unternehmer und (junge) Führungskräfte aus der IT- und Internetindustrie haben schon erfolgreich an dieser Führungs-Fortbildung, die sich speziell mit den Anforderungen der schnellen ITK-Branche beschäftigt, teilgenommen.

Das neue Programm geht im Oktober an den Start. Interessierte finden HIER weitere Informationen und können sich ab sofort  anmelden.

Gewonnen in der Kategorie New Work hat Peer Bieber mit seinem Konzept ArbeitgeberGold. Wir gratulieren ganz herzlich! Genauso wie dem eco Verband zu seinem 20.jährigen Bestehen. Vielen Dank für die gelungene Veranstaltung und die zur Verfügung gestellten Bilder.

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Digital Leader Development Programm ist für den eco Internet Award nominiert

Gerade in den „schnell drehenden“, agil agierenden Unternehmen der Informations- und Telekommunikationstechnologiebranche (ITK) werden Expertinnen oder Fachspezialisten wegen ihres ganz besonderen Wissens eingekauft – und müssen dann in Rekordzeit ein Team oder eine ganze Abteilung führen. Im Rahmen der digitalen Transformation ist heute in fast allen Unternehmen Führung und gutes People Management   ein großes und immer wichtiger werdendes Thema. Mit dem DIGITAL LEADER DEVELOPMENT PROGRAM hat das IPA Institut ein perfektes Weiterbildungs-Konzept für diese Zielgruppe designt, das gerade für den eco Internet Award in der Kategorie „New Work“ nominiert worden ist.

 

Bereits zum 15. Mal zeichnet der eco – Verband der deutschen Internetwirtschaft e. V. in diesem Jahr innovative Produkte und Dienstleistungen der Branche aus. Das DIGITAL LEADER DEVELOPMENT PROGRAM steht für ein innovatives und ganzheitliches Führungskräfte-Entwicklungsprogramm, das speziell für die besonderen Herausforderungen der Digiconomy konzipiert ist. Es richtet sich gezielt an das Management von Firmen der digitalen Wirtschaft, der IT-Branche oder temporärer IT-Projektorganisationen. Die modular aufgebauten Schulungsinhalte machen Manager fit im Umgang mit den Aspekten der digitalen Arbeitswelt, wie z.B. beschleunigtes Firmenwachstum, Virtualisierung der Arbeitsorganisation, 24/7 Serviceorientierung, Ubiquität oder flache Hierarchien.

 

In diesem Jahr wird der Preis in sieben Hauptkategorien vergeben, u.a. Anwendung, Infrastruktur, Content und E-Business. In der Kategorie „New Work“ sind neben dem IPA-Institut außerdem die Firmen Talentfrogs GmbH mit ArbeitgeberBewerber sowie die HRM Data Solutions GmbH mit ihrer Plattform feelgood@work nominiert. Auf der eco Gala am 25. Juni in Köln werden alle nominierten Konzepte ausführlich präsentiert. Im Anschluss findet die feierliche Preisverleihung statt.

Nachtrag:
Alle Nominierten des eco Internet Awards 2015 nochmals im Überblick. Das IPA-Institut freut sich über den zweiten Platz in der Kategorie ‘New Work’.

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Agile Methoden bei Internetkontenpunkt DE-CIX – Praxisbericht

Der Weg zur Arbeitswelt 4.0 ist schnell, aber steinig. Insbesondere in der Branche, die den digitalen Wandel begründet: Die Informationstechnologie. Noch nie sah sich der Sektor größeren Herausforderungen gegenüber. Nicht nur, was das steigende Tempo hinsichtlich der Entwicklung neuer Technologien und Produkte angeht. Während der Fachkräftemangel in den meisten Branchen nur langsam ankommt, ist er im IT-Sektor inzwischen Realität. Um die zunehmende Flut der Aufgaben besser zu bewältigen, stellen Firmen verstärkt Personal ein. Doch ein solch agiles Umfeld benötigt mindestens ebenso agile Arbeitsstrukturen und moderne  Führungsstrukturen.

Personalentwicklung für die wichtigsten Talente und Führungskräfte wird zur Aufgabe Nr. 1 in einer Branche, die keinen Stillstand kennt.

Wie ein solcher organisationales Wachstum aussehen kann und mit welchen gezielten Maßnahmen Manager und Mitarbeiter unterstützt werden können, zeigt das Praxisbeispiel der DE-CIX Management GmbH, die in den letzten Jahren extrem schnell gewachsen ist.

Lesen Sie in der neusten online Ausgabe des IT-Zoom, wie der DE-CIX sich durch Personalentwicklung, Training und Coaching fit für die Zukunft hält.

 

 

 

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Future of Industrie 4.0 – Panel auf der Interactive Cologne

Der Standort Deutschland profitiert in den nächsten zehn Jahren deutlich von Industrie 4.0 und hat das Potential  bis zu 390.000 Arbeitsplätze zu schaffen.

Anfang 2015 hat die Boston Consulting Group (BCG) die Kernergebnisse ihrer Studie „Industry 4.0: The Future of Productivity and Growth in Manufacturing Industries“ für Deutschland vorgestellt: ein voraussichtliches BPI-Wachstum um 30 Mrd. Euro und bis zu 390.000 neue Arbeitsplätze in den kommenden zehn Jahren. Die geschätzten Kosten: 250 Mrd. Euro. 

Nichts geht ohne IT-Kompetenz 

Mit Industrie 4.0 verändern sich auch die Anforderungen an die Arbeitnehmer. Einfache manuelle Tätigkeiten sind weniger gefragt, dafür steigt die Nachfrage nach Mitarbeitern mit IT-Kompetenz, die flexible und vernetzte Produktionsabläufe planen, simulieren und überwachen. Einerseits sieht BCG mehr Jobs neu entstehen, als durch Automatisierung etc. wegfallen. Andererseits werden die Anforderungsprofile deutlich schärfer: IT-Kompetenz ist nun auch in Berufen gefragt, die bisher höchstens am Terminal ihr Auftragsticket abnicken mussten  “Ohne IT- und Softwarekompetenz verliert Deutschland den Vorsprung bei Automatisierung und Arbeitsplätzen”, sagt Michael Rüßmann, BCG-Partner und einer der Studienautoren.

Investieren

Die digitale Transformation bedeutet Investitionen in Ausrüstung, Maschinen und IT-Infrastruktur. Die Studie nennt einen zusätzlichen Investitionsbedarf von 250 Milliarden Euro für Deutschland bis 2025, dies entspricht 1 bis 1,5 Prozent des Umsatzes von Unternehmen.(Quelle : BCG)

Veranstaltungstipp

Ursula Vranken, Geschäftsführerin des IPA Institut für Personalentwicklung und Arbeitsorganisation  und Initiatorin und Moderatorin der Web de Cologne Fachgruppe Human Ressource, wird im Rahmen der Konferenz das Panel “The Future of  Industrie 4.0 “ gestalten.

Mit ihr diskutieren hochkarätige Experten, wie sich Industrie 4.0 auf unsere Arbeitswelt auswirkt, wie neue Arbeitsplatzkonzepte, neue Formen der Mitarbeiterbeteiligung und ein zukunftsorientiertes People Management aussehen müssen, um die Chancen der Digitalisierung zu nutzen.

Diskutieren Sie  mit den Experten:

  • Christiane Flüter-Hoffmann, Institut der deutschen Wirtschaft
  • Winfried Felser, Netskill Solutions GmbH
  • Burkhard Röhrig, VDMA- Software und Geschäftsführer GFOS
  • Ursula Vranken, IPA Institut für Personalentwicklung und Arbeitsorganisation

Weitere Informationen zur Anmeldung finden Sie hier: www.interactive-cologne.com

Save the date:  Mittwoch, den 10. Juni 2015, 12:00-13:00 Uhr.

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Was haben Change-Projekte mit Lippenstift zu tun?

Was haben Change-Projekte mit Lippenstift zu tun?

Change-Projekte sind schon aus vielerlei Sicht in Unternehmen betrachtet und analysiert worden, aus der Perspektive der Attraktion eher selten. Ja, Sie haben richtig gelesen: Attraktion! Haben Sie sich je die Frage gestellt, welche Anziehungskraft Ihr Projekt hat? Oder ob Ihr Change-Projekt „anziehend“ für Ihre Mitarbeiter ist? Schließlich werden Wandel und Veränderungen in Unternehmen eher mit Gefühlen wie Unsicherheit, Job-Angst oder sogar Resignation und Verweigerung verbunden.

Dreht man jedoch die Perspektive um, dann bekommt man plötzlich einen Blick für die positiven Aspekte eines Change-Projektes. Die Frage, was der einzelne Mitarbeiter durch den Change-Prozess gewinnen kann, führt zu Antworten, die sehr wohl „attraktive“ Aspekte beinhalten:

  • Veränderungsprojekte sind wertvolle Gelegenheiten, die eigenen Kompetenzen und Ressourcen kennenzulernen. Und sich für neue Aufgaben im Unternehmen anzubieten.
  • Mit neuen Aufgaben entstehen auch neue Chancen und Perspektiven innerhalb des eigenen Unternehmens.
  • Lästige Routinen können abgestellt werden. Nicht selten werden Arbeitsabläufe sogar deutlich leichter, nachdem Änderungen eingeführt sind.
  • Teammitglieder lernen sich innerhalb des Prozesses neu kennen, gerade das fachbereichsübergreifende Miteinander schafft eine gute Kommunikationsbasis.

Betrachtet man Change-Projekte aus der Perspektive der Attraktion, findet man Hebel für eine gute, belastbare Umsetzung. Und lernt Faktoren und Ideen kennen, die den Erfolg des Projektes entscheidend mitbestimmen. Wie z.B. das anziehende Prinzip Freiwilligkeit. Oder die Attraktivität des Selbstgestalten-Könnens. Machen Sie Ihr nächstes Veränderungsprojekt von Beginn an attraktiv für alle Beteiligten:  mit der richtigen Vorbereitung als Lippenstift. Mit weniger Kampf. Und mehr guten Ergebnissen. Versprochen!

Mehr über unsere Arbeitsweise bei Change-Projekten finden Sie hier oder laden Sie sich hier unsere Institutsbriefe  “Change Management ” oder vom “Wandel zum Handeln” kostenfrei als virensicheres pdf. runter.

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Arbeitsrecht in der Digitalwirtschaft: HR-Workshop in Köln

Am 19. März 2015 veranstaltet Web de Cologne einen Workshop zu aktuellen arbeitsrechtlichen Prozessen und Fragestellungen, die die digitale Wirtschaft besonders betreffen. Neben vertragsrechtlichen Fragen gehören dazu die Auswirkungen der neuen Gesetzgebungen im  Vergütungsbereich, der Umgang mit Praktikanten und Freelancern oder auch der Einsatz von Social Media im Unternehmen.

Ein weiterer Block widmet sich dem Thema „Intellectual Property“: Wie gehen Unternehmen mit dem geistigen Eigentum von Mitarbeitern und Gesellschaftern um und welche Relevanz entsteht dadurch für den HR Bereich in der Vertragsgestaltung?

Diskutieren Sie mit gewohnt hochkarätigen Rechtsexperten im Rahmen dieses HR-Workshops, moderiert von Ursula Vranken, Geschäftsführerin des IPA Instituts für Personalentwicklung und Arbeitsorganisation. Wie immer werden Sie im Rahmen der Veranstaltung ausreichend Gelegenheit erhalten, persönliche Fragen und Anliegen einzubringen. Auch der Austausch untereinander bietet wertvolle Impulse auf fachlicher Ebene und die Möglichkeit zur Vernetzung.

Das komplette Programm mit allen notwendigen Informationen rund um die Veranstaltung sowie die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie hier.

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Change-Management im Vertrieb: Ratio schlägt Bauchgefühl

Change Management im Vertrieb: Der Travel-Management-Dienstleister Carlson Wagonlit Travel (CWT) aus Frankfurt am Main hat seinen Vertrieb umgebaut: Aus einem Teil der Einzelkämpfer – Key Accounter mit wenigen Großkunden – sollten Teamplayer werden, die zukünftig viele Firmen mit mittlerem Beratungsbedarf betreuen. Dank guter Vorbereitung und souveräner Unterstützung gelang die Neuorganisation sogar besser als erwartet.

Begleitet hat den Prozess die erfahrene Change-Management-Expertin Ursula Vranken, Geschäftsführerin des Instituts für Personalentwicklung und Arbeitsorganisation (IPA). Vranken riet dem Unternehmen zu einer Strategie, welche die Vollblut-Vertriebler einige Überwindung kosten sollte: „In solchen Situationen ist es wichtig, zu versachlichen. Möglichst weit weg vom Bauchgefühl“, erklärt die gelernte Arbeitswissenschaftlerin. Nach einer gründlichen Analyse der Ausgangslage, der Definition der strategischen Ziele des Vorhabens, legte Sie gemeinsam mit allen Führungskräften detailliert fest, welches Profil die neuen Kundenbetreuer mitbringen sollten. Dieses sorgfältige und geplante Vorgehen sollte sich schließlich auszahlen: Die Key Accounter fühlten sich keineswegs entmachtet oder fremdbestimmt – sondern zogen während des gesamten Prozesses freiwillig und engagiert mit. Der Change brachte nicht nur Wandel, sondern Spaß und viel Engagement für die neue Aufgabe.

Noch mehr Informationen zu dem Projekt finden Sie im Artikel,“Bloß keine Bauchgefühl” in der aktuellen Ausgabe des VERTRIEBSMANAGER 01/2015

Oder Sie wollen gleich wissen wie es geht und Ihr Change Projekt starten? Dann rufen Sie uns an: 0221- 5509476 oder lesen hier weiter.

The small boy

Freelancer – Freiheit statt Festanstellung?

Freelancer – Für wen die richtige Entscheidung?

Um es direkt vorweg zu sagen: Freelancer bzw. Selbständiger zu sein hat genauso viele Vor- und Nachteile wie ein angestellter Job in einem Konzern oder mittelständischen Unternehmen. Der einzig wirklich relevante Unterschied liegt in der Person selbst, die diese Entscheidung treffen muss: Denn nur selten entscheiden die äußeren Rahmenbedingungen über Erfolg oder Misserfolg. Vielmehr kommt es darauf an, mit welcher Haltung und Perspektive man selbst an die Arbeit geht, welche Werte und Motive für einen persönlich die größte Rolle spielen und welche Erwartungshaltung an das eigene Tun gestellt werden.

Die folgenden Punkte helfen bei der Einschätzung und Selbstanalyse, ob man neben dem Business auch die persönlichen Voraussetzungen für erfolgreiches Gründer- und Unternehmertum mitbringt:

  • Unternehmerisches Denken
  • Risikofreude
  • Unsicherheit und Unplanbakeit wollen / aushalten
  • Hohe Eigenmotivation
  • Akquise und Marketinginteresse, Selbstmarketing
  • Überzeugungskraft
  • Kommunikations- und Verhandlungsfähigkeit
  • Beharrlichkeit und Frustrationstoleranz

Welche dieser Fähigkeiten bringt man schon mit, welche sind noch ausbaufähig. Oder gibt es Dinge, die einem überhaupt nicht liegen. Bei der Entscheidung, ob angestellt oder selbstständig geht es also besonders darum, welche Fähigkeiten, Neigungen und Motive jeder einzelne für seine berufliche Verwirklichung mitbringt. Wer sich dessen bewusst ist, der erhöht die Wahrscheinlichkeit, zufrieden und glücklich in dem zu werden, was er tut. Übrigens gilt dies für Selbstständige genauso wie für Angestellte.

Den kompletten Artikel von Ursula Vranken in der aktuellen Ausgabe 21 von #weshowIT, dem Magazin für Gründer-Kultur und digitale Wirtschaft in NRW,  finden Sie hier.